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Skepsis gegenüber «Windbürgergeld»

02.01.2020 - Potsdam (dpa/bb) - Der Vorschlag direkter finanzieller Anreize an Bürger für Windräder in ihrer Umgebung stößt im Brandenburger Wirtschaftsministerium auf Skepsis. «Wir favorisieren eher das Modell, Geld an Kommunen zu geben», sagte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag in Potsdam. Ein sogenanntes Windbürgergeld könne eher kleinteilig sein und hohen Verwaltungsaufwand mit sich bringen.

  • Windräder drehen sich hinter Häusern. Foto: Soeren Stache/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Windräder drehen sich hinter Häusern. Foto: Soeren Stache/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern prüft Konzepte, wie die Akzeptanz für Windräder wieder steigen kann. Nach dem Willen der SPD sollen die Anwohner direkt profitieren. SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung», die Arbeitsgruppe prüfe Konzepte, die von der Beteiligung der Kommunen am Umsatz von Windparks bis zu einem «Windbürgergeld» reichten, also direkten Geldflüssen für alle betroffenen Anwohner.

Die Brandenburger CDU-Bundestags- und Landtagsabgeordnete Saskia Ludwig kritisierte den Vorschlag aus der SPD als verzweifelten Versuch, «für eine veraltete Energietechnik Akzeptanz in der Bevölkerung zu erlangen». Die SPD solle lieber auf andere Systeme zur Energieerzeugung setzen wie etwa die Wasserstofftechnologie, erklärte sie.

Der Brandenburger Landtag hatte 2019 mit Mehrheit beschlossen, dass die Kommunen mit einem «Windkraft-Euro» an den Erträgen naher Windräder beteiligt werden. Die Betreiber neuer Windkraftanlagen müssen 10 000 Euro Sonderabgabe im Jahr an die Gemeinden zahlen, die ganz oder zum Teil in einem Drei-Kilometer-Radius dazu liegen. In Brandenburg gibt es teils große Vorbehalte gegen Windräder. Die neue Kenia-Koalition hatte sich auf einen Mindestabstand der Windräder von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung geeinigt.

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