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Stadtquartier im XL-Format: Platz für 12 000 Menschen

16.07.2020 - Ein neues Stadtquartier in Pankow könnte Tausenden von Menschen Wohnraum bieten. Details sind noch offen, aber es gibt schon eine Reihe konkreter Ideen. Beschlossen ist noch nichts.

  • Baukräne vor blauem Himmel. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Baukräne vor blauem Himmel. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es gilt als eines der XL-Bauprojekte: Im Blankenburger Süden im Bezirk Pankow soll ein neues Stadtquartier mit bis zu 6000 Wohnungen entstehen. Dort könnten einmal 10 000 bis 12 000 Menschen leben, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am Donnerstag mitteilte. Noch ist das aber Zukunftsmusik, Baubeginn dürfte nicht vor 2030 sein. Vier Planungsbüros haben allerdings bereits Entwürfe vorgelegt, wie das Stadtquartier zwischen Blankenburg und Heinersdorf aussehen könnte, die am Donnerstag vor Journalisten vorgestellt wurden.

Im Detail gibt es jeweils zahlreiche Unterschiede, etwa in der Frage, wo das geplante Gewerbegebiet seinen Platz bekommt, wie viele Schulen und Kitas es geben soll oder bei der Zahl der Wohnungen, die je nach Entwurf zwischen 5300 und 6000 schwankt. Auch die Frage, wie hoch hinaus es in dem neuen Stadtquartier gehen darf, das zum Großteil auf landeseigenen Flächen entstehen soll, beantworten die Planer sehr unterschiedlich: So sieht ein Entwurf vor, maximal sechs Geschosse zuzulassen, bei einem anderen könnten es auch 15 sein.

Auf der Plattform mein.Berlin.de können Berlinerinnen und Berliner sich die Entwürfe ansehen, Kommentare dazu abgeben oder Fragen an die Planungsteams stellen. Die Umfrage zu den Entwürfen läuft bis Mitte August. Die Ergebnisse sollen anschließend zusammengefasst und diskutiert werden. Die Schlussfolgerungen daraus bekommt die Senatsverwaltung.

Voraussichtlich Anfang 2021 soll ein Struktur- und Nutzungskonzept als Grundlage für die weitere Planung vorliegen. Welche Ideen der Planungsbüros umgesetzt werden, müssen dann Senat und Abgeordnetenhaus beschließen. Bei Anwohnern hatte es in der Vergangenheit Skepsis gegenüber dem Bauprojekt und auch Proteste dagegen gegeben.

Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen, wies am Donnerstag auf die weiterhin angespannte Lage am Berliner Wohnungsmarkt hin. Am Bedarf an Wohnungen werde sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Der Wohnungsmangel sei eine Folge von Fehlern der Vergangenheit. Der rot-rot-grüne Senat steht beim Thema Neubauten unter Druck. Opposition und Wohnungswirtschaft halten ihm vor, es gehe dabei zu langsam voran.

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