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Stahlwerk bleibt eigenständig

05.04.2019 - Geplante Umstrukturierungen beim Stahlkonzern ArcelorMittal hatten bei der Belegschaft im Werk Eisenhüttenstadt seit Anfang des Jahres große Verunsicherung ausgelöst. Nun sorgt der Aufsichtsrat für große Erleichterung in Ostbrandenburg.

  • Mitarbeiter von ArcelorMittal blickt auf Flachbandstahl, der zu Coils aufgerollt ist. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mitarbeiter von ArcelorMittal blickt auf Flachbandstahl, der zu Coils aufgerollt ist. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eisenhüttenstadt (dpa/bb)- Das Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt bleibt neben dem Flachstahlwerk in Bremen als eigenständiger Standort des Konzerns erhalten. «Eine Fusion der beiden Unternehmen wird nicht weiterverfolgt», teilte das Unternehmen am Freitag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Vom 1. Mai an soll aber der Vorstandschef von ArcelorMittal Bremen diese Funktion auch für das Werk in Eisenhüttenstadt übernehmen. «Mit dieser Entscheidung werden beide Standorte näher zusammengeführt», erklärte der Vorstandschef von ArcelorMittal Europe - Flat Products, Geert Van Poelvoorde.

Anfang dieses Jahres hatte ArcelorMittal beschlossen, die Flachstahlsparte auf Länderebene und nicht wie bisher nach europäischen Regionen zu strukturieren. Somit plante der Konzern, die Standorte Eisenhüttenstadt und Bremen zusammenzulegen. Dies hatte in der Belegschaft Sorgen vor einer Schließung von Produktionsanlagen ausgelöst.

«Als Belegschaft haben wir geschlossen gezeigt, dass wir für unseren Standort kämpfen», sagte Holger Wachsmann, Betriebsratsvorsitzender des Werks in Eisenhüttenstadt. «Nun geht es darum, gemeinsam in der neuen Konzernstruktur konstruktiv nach vorne zu arbeiten.» In dem Werk arbeiten 2700 Arbeiter in fünf Schichten.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) reagierte erleichtert. «Das stählerne Herz Ostbrandenburgs schlägt kräftig weiter», sagte der Regierungschef. Es gehe um die Zukunft eines der bedeutendsten Industrieunternehmen Brandenburgs. Woidke erinnerte daran, dass das Land Brandenburg den Standort gerade in den Anfangsjahren mit knapp 195 Millionen Euro gefördert habe.

Der Chef der CDU-Fraktion im Landtag, Ingo Senftleben, sprach von einer guten Entscheidung. «Das ist ein wichtiges Signal und ein Erfolg, der dank des engagierten Einsatzes von Belegschaft und Betriebsrat zustande gekommen ist», meinte Senftleben. Angesichts steigender Energiepreise, Klimaauflagen und einem internationalen Konkurrenzdruck blieben die Herausforderungen jedoch groß. «Hier ist die Politik gefragt ihren Beitrag zur Zukunft der Arbeitnehmer in Eisenhüttenstadt zu leisten.»

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