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Statistik: Erneut mehr Frauen Opfer häuslicher Gewalt

22.11.2019 - Potsdam (dpa/bb) - Auch im vergangenen Jahr sind laut brandenburgischer Polizei wieder mehr Frauen als Opfer von aggressiven Ehemännern, Freunden und Vätern registriert worden. Demnach zählte die Kriminalpolizei in einem Lagebild zur sogenannten häuslichen Gewalt 2018 3131 Frauen und Mädchen, die geschlagen, bedroht oder sexuell genötigt wurden, wie die Polizei mitteilte. Das waren 117 Opfer mehr als im Jahr 2017. Bei 2140 der weiblichen Opfer war der Täter laut Statistik der Ehemann, Freund oder Ex-Freund.

  • ILLUSTRATION - Eine Frau versucht, sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    ILLUSTRATION - Eine Frau versucht, sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unter dem Begriff «häusliche Gewalt» erfasst die Polizei vor allem körperliche Gewalttaten, aber auch sexuelle Übergriffe und psychische Gewalt gegenüber Menschen, die in enger persönlicher Beziehung zum Täter stehen - also auch Eltern, Kinder und Geschwister. Tatort kann die Wohnung, aber auch die Straße oder der Arbeitsplatz sein. Am 25. November will die Polizei zum internationalen «Tag gegen Gewalt an Frauen» mit verschiedenen Aktionen für das Thema sensibilisieren.

Laut dem Polizei-Lagebild stieg die Gesamtzahl der registrierten Opfer im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt 2018 um mehr als sechs Prozent (2018: 4258, 2017: 3997). Diese Opfer waren aber nicht nur Frauen: Rund ein Viertel waren männlich (1202). Dazu gehörten viele Jungen und männliche Jugendliche, die von Vätern oder Müttern geschlagen werden. Aber auch Männer, die von ihren Frauen drangsaliert wurden.

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