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Tausende Briefe gestohlen: Prozess gegen Männer geplatzt

30.01.2020 - Berlin (dpa/bb) - Ein Prozess gegen drei mutmaßliche Postdiebe, die tausende Briefe aus verplombten Frachtfahrzeugen gestohlen haben sollen, ist im ersten Anlauf gescheitert. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten setzte das Verfahren am Donnerstag aus, nachdem eine Verständigung zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung nicht zustande gekommen war. Ein neuer Prozesstermin steht noch nicht fest. Es sei eine umfangreichere Beweisaufnahme erforderlich, sagte der Vorsitzende Richter.

  • Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank im Landgericht liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die 21- bis 57-jährigen Angeklagten sollen als Mitglieder einer Bande agiert und Sendungen aus gesicherten Fahrzeugen gestohlen haben, um an Bargeld, Gutscheine und Bankkarten zu gelangen. Einer der Männer sei laut Anklage als Transportfahrer bei der Deutschen Post tätig gewesen. In 14 Fällen habe er im September 2019 den mutmaßlichen Komplizen Zugang zu den jeweils von ihm geführten Wagen verschafft. Sie hätten dann die jeweilige Sicherung überwunden, Briefe entwendet und die Beute auf Wertsachen durchsucht. Bei der letzten Tat seien zwei Säcke voller verschlossener Briefsendungen entwendet worden.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer Beute in Höhe von insgesamt knapp 5500 Euro aus. In Wohnungen in Berlin-Neukölln, Köpenick und Lichtenberg hatten Ermittler nach Angaben der Polizei mehrere Säcke mit tausenden geöffneten Briefen sichergestellt. Die Angeklagten befanden sich rund drei Monate in Untersuchungshaft. Im Dezember sei es im Ermittlungsverfahren zu geständigen Aussagen gekommen, hieß es am Rande der Verhandlung. Die Anwälte der mutmaßlichen Diebe wollen Bewährungsstrafen erreichen. Die Staatsanwältin erklärte dagegen, aus ihrer Sicht komme Bewährung nicht in Betracht.

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