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Teile der Friedrichstraße sind bald sechs Monate autofrei

04.03.2020 - Die Berliner Friedrichstraße soll ein halbes Jahr lang für Autos nur eingeschränkt zu nutzen sein. Die Senatsverwaltung für Verkehr plant einen entsprechenden Verkehrsversuch, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Von Anfang Juni bis Ende November ist ein autofreier Abschnitt zwischen Leipziger Straße und Französischer Straße vorgesehen sowie ein verkehrsberuhigter Bereich am Checkpoint Charlie. Dabei soll herausgefunden werden, welche Auswirkungen das auf den Fuß-, Rad-, Auto- und Lieferverkehr der Gegend habe und was die Nutzerinnen und Nutzer der Friedrichstraße davon haben.

  • Der Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße am Abend in der Dämmerung. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Checkpoint Charlie in der Friedrichstraße am Abend in der Dämmerung. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Senatsverwaltung wollte Varianten für den neuen Verkehrsversuch am Mittwoch erstmals Anrainern, Gewerbetreibenden und weiteren Interessierten vorstellen. Sie sollen anschließend analysiert und diskutiert werden. Wie die «Berliner Morgenpost» (Mittwoch) berichtete, sollen im Rahmen des Projekts auch die Gehwege doppelt so breit gestaltet werden wie derzeit. Ziel des Verkehrsversuchs ist es laut Senatsverwaltung, die Attraktivität der Friedrichstraße für Berliner und Touristen zu erhöhen und damit auch Gewerbe und Einzelhandel zu stärken.

Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, warnte vor einer übereilten Sperrung der Friedrichstraße. «Statt sich von Fahrrad-Lobbyisten lenken zu lassen, muss die grüne Senatsverkehrsverwaltung zuerst Anwohner und Gewerbetreibende beteiligen», forderte er. «Nach ihrem Protest war der Autofrei-Versuch im letzten Jahr abgesagt worden. Das scheinen die Planer schon wieder vergessen zu haben.»

Nach Einschätzung von Henner Schmidt, infrastrukturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, dauert der Versuch mit sechs Monaten überraschend lange. Es sei zu befürchten, dass unabhängig von den Ergebnissen schon eine Vorentscheidung für eine Fußgängerzone gefallen sei. «Dabei gibt es dort zahlreiche Probleme und ungelöste Fragen, die gegen eine Fußgängerzone sprechen», so Schmidt. «Dazu gehört die fehlende breite Unterstützung der anliegenden Händler, aber auch, dass es kein erkennbares Konzept zur Umfahrung gibt.»

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