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Tempelhofer Feld für Stadion? Sportsenator: «Warum nicht?»

11.06.2019 - Berlin (dpa) - In der Dauerdebatte um eine mögliche neue Fußball-Arena von Bundesligist Hertha BSC hat Berlins Sportsenator Andreas Geisel der Darstellung widersprochen, er habe einen Standort am Tempelhofer Feld nicht ausgeschlossen. Geisels Sprecher Martin Pallgen erklärte am Dienstag, ein Bau auf dem Tempelhofer Feld sei per Volksentscheid ausgeschlossen. Der Sportsenator sei die falsche Person, um eine Änderungsinitiative dafür zu starten. Der Vorschlag für den Flughafen Tegel als möglichen Standort gelte aber weiterhin und werde geprüft.

  • Andreas Geisel (SPD), Sportsenator von Berlin, im Gespräch mit Journalisten. Foto: Paul Zinken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Andreas Geisel (SPD), Sportsenator von Berlin, im Gespräch mit Journalisten. Foto: Paul Zinken/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Radiosender 105‘5 Spreeradio hatte zuvor berichtet, in der Debatte um einen geeigneten Standort könne sich Geisel auch das Tempelhofer Feld vorstellen. Die Initiative dafür könne aber nicht vom Senat kommen. «Wenn man das Gesetz ändern will, ist vielleicht der Verlierer der Abstimmung nicht der geeignetste, der den Vorschlag macht», sagte der SPD-Politiker nach Senderangaben. Wenn der Club allerdings eine Diskussion darüber starten würde, «warum nicht.»

Das sogenannte Tempelhof-Gesetz verbietet eine Bebauung des Felds, seitdem die Berliner mit einem vielbeachteten Volksentscheid im Jahr 2014 jegliche Pläne des Senates zu einer Randbebauung auf der Freifläche abgelehnt hatten. Das Gesetz kann auch ohne direkte Beteiligung der Bevölkerung geändert werden. Dennoch sind sich alle Parteien im Abgeordnetenhaus einig, dass eine Änderung nur mit Zustimmung der Berliner erfolgen darf.

Hertha will im Jahr 2025 das Olympiastadion als bisherige Spielstätte verlassen und eine eigene, selbstgebaute Arena ziehen. Zuletzt hatte Geisel einen Standort auf dem Gelände des Flughafens Tegel vorgeschlagen, der Club hatte angekündigt, dies prüfen zu wollen. Der Bundesligist präferiert bislang einen Neubau auf dem Olympiagelände. In einer Standortanalyse hatte Hertha auch das Tempelhofer Feld prüfen lassen. Diese kam zum Ergebnis, dass ein Neubau sich als «problematisch» erweisen könnte.

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