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Tödlicher Stoß vor U-Bahn: Angeklagter äußert Bedauern

24.04.2020 - Nach dem tödlichen Stoß eines 30 Jahre alten Mannes vor eine U-Bahn in Berlin-Kreuzberg hat am Landgericht der Prozess wegen Mordes begonnen. Der Angeklagte soll das Opfer vor rund sechs Monaten auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor nach einem Streit um Drogengeschäfte von hinten attackiert und in das Gleisbett gestoßen haben. Der 27-Jährige erklärte am Freitag, er habe keine vollständige Erinnerung an die Tat und könne nicht fassen, dass er «einen so schweren Fehler begangen habe». Er habe den Mann nicht töten wollen und bedauere zutiefst.

  • Vor einem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vor einem Gerichtsgebäude hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwischen dem aus Marokko stammenden Angeklagten und dem 30-jährigen Iraner soll es 29. Oktober 2019 zunächst zu einem verbalen Streit gekommen sein. Gegenstand sei laut Ermittlungen der gescheiterte Versuch des Angeklagten gewesen, Betäubungsmittel von einem Begleiter des 30-Jährigen zu erwerben. Als sich die beiden Männer entfernten, sei ihnen der Angeklagte gefolgt und habe den 30-Jährigen «bewusst von hinten und mit voller Wucht» in das Gleisbett geschubst, heißt es in der Anklage. Der 27-Jährige habe die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt. Der 30-Jährige ist noch am Tatort gestorben.

Der Angeklagte erklärte weiter über seine Verteidigerin, er habe unter Einfluss von Alkohol und Kokain gestanden. Er sei mit einem Bekannten unterwegs gewesen. Sie hätten sich kurz vor Mitternacht auf dem U-Bahnhof weitere Drogen besorgen wollen. Bei dem Stoß habe er die Gefahr nicht gesehen. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die U-Bahn gesehen oder gehört habe», so der 27-Jährige. Er wurde wenige Tage nach dem tödlichen Vorfall verhaftet. Der Prozess wird am 29. April fortgesetzt.

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