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Trotz Corona-Krise: Los geht's mit dem Abi in Brandenburg

20.04.2020 - Die Brandenburger Schulen öffnen allmählich wieder - die ersten sind die Abiturienten. Nicht alle Schüler wollen Abiprüfungen, der Landesschülerrat ist aber dafür. Der Lehrerverband sieht den Start als Test.

  • Britta Ernst (SPD), Bildungsministerin von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Britta Ernst (SPD), Bildungsministerin von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Abiturprüfungen in Brandenburg haben begonnen - trotz Corona-Krise. Den Anfang machten am Montag rund 2500 Schüler, die unter strengen Regeln Arbeiten in den zentralen Fächern Geografie, Geschichte und Politischer Bildung schrieben. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) zog eine positive Bilanz. «Der Start ins Abitur 2020 ist gut angelaufen», erklärte sie per Mitteilung. Fast 99 Prozent der Schüler hätten teilgenommen, weitere hätten Prüfungen in Wirtschaftswissenschaften, Kunst oder Spanisch aufgenommen. Zum Schutz sollten die Schüler gestaffelt eintreffen, es gab eine Begrenzung pro Raum, Gruppen waren tabu. Wer Krankheitssymptome hatte, sollte nicht kommen. Auch in Berlin ging das Abi los - mit Latein.

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband hält den Start für einen Test für die weitere Öffnung der Schulen. «Es ist zu schaffen», sagte Präsident Hartmut Stäker der Deutschen Presse-Agentur. «Die Bedingungen waren klar.» Das versuchten die Schulen umzusetzen. Er verwies auf Mindestabstand und Händewaschen. An seiner Schule, dem Oberstufenzentrum Lübben, geht die erste Prüfung erst am Freitag los. Stäker hält es für richtig, dass die Schüler kein Abitur auf der Grundlage von Durchschnittsnoten ohne Prüfungen machen. Die Schüler, die ein solches Durchschnittsabitur machten, hätten ihr Leben lang «damit zu tun, dass sie ein Notabitur gemacht haben».

Der Landesschülerrat Brandenburg zeigte sich «relativ glücklich», dass die Abiturprüfungen stattfinden. «Wir (...) wollten schon immer eigentlich den Schülerinnen und Schülern die Chance geben, diese Prüfungen schreiben zu können», sagte Sprecherin Nele Dreizehner im Radio eins vom RBB. «Allerdings können wir vollkommen verstehen, wenn sich Schülerinnen und Schüler für ein Durchschnittsabitur entschieden haben, was jetzt natürlich nicht umgesetzt werden kann.» Sie betonte: «Wir konnten nicht garantieren, dass jede Uni diesen 2020er-Jahrgang einfach so akzeptiert wie ein ganz normales Abitur.»

Die Mehrheit von 1701 befragten Schülern sprach sich in einer Umfrage des Landesschülerrats für ein Durchschnittsabitur aus, wenn es sehr lange nicht möglich sein sollte, Abiturprüfungen zu schreiben. Ebenfalls eine Mehrheit sah keine Verbesserung des Abi-Schnitts durch die Prüfungen. Die Sprecherin des Schülerrats wies darauf hin, dass die Umfrage nicht repräsentativ sei.

Am kommenden Montag beginnen Schüler mit Unterricht, die in diesem Jahr die Fachoberschulreife oder Erweiterte Berufsbildungsreife machen wollen. Das gilt für die 10. Klasse an Oberschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und bestimmten Förderschulen. Am 4. Mai sollen die Schulen für die Klassen öffnen, die im nächsten Jahr einen Abschluss planen - die Jahrgangsstufen 9 in Oberschulen, Gymnasien und Gesamtschulen, die Stufen 11 an Gymnasien und 12 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien. Die sechsten Klassen werden dann ebenfalls wieder unterrichtet.

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