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Umweltminister Vogel will keine Bogenjagd gegen Wildschweine

17.02.2020 - Stahnsdorf/Kleinmachnow (dpa/bb) - Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) hat sich gegen die Wildschweinjagd mit Pfeil und Bogen ausgesprochen. Bei der Jagdform gebe es zu viele ungeklärte Punkte, teilte das Umweltministerium am Montag mit. Die Bogenjagd war als Alternative zur Jagd mit dem Gewehr in dem dicht besiedelten Gebiet ins Auge gefasst worden. Das Umweltministerium hatte im Juni das Pilotprojekt für eine mögliche Bogenjagd allerdings gestoppt, weil sich keine wissenschaftliche Einrichtung fand, die dies begleiten wollte.

  • Axel Vogel, Brandenburger Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz und Fraktionsvorsitzender von den Grünen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Axel Vogel, Brandenburger Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz und Fraktionsvorsitzender von den Grünen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Minister setze auf die Jagd mit energiereduzierter Spezialmunition und Fallen, hieß es weiter. Ein Gutachten, das im Frühjahr vorliegen solle, werde zeigen, ob diese Munition tierschutzgerecht töte. Bei einem positiven Gutachten dürfen Landpächter die Spezialmunition nach Ministeriumsangaben dann auf Antrag im urbanen Gebiet nutzen. Vogel traf sich in der vergangenen Woche mit den Bürgermeistern von Kleinmachnow und Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark), wo Wildschweine immer wieder für Ärger sorgen.

Brandenburg hat sich zum Ziel gesetzt, die seit Jahren wachsende Wildschweinpopulation einzudämmen, um sich damit auch vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen.

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