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Union «zu wenig kaltblütig» - Profis danken singenden Fans

07.06.2020 - Ein Punkt ist wichtig, drei hätten es gegen die kriselnden Schalker sein können. So bleibt es für Union nach dem 1:1 gegen Schalke 04 ein «heißer Tanz», wie Trainer Fischer betont. Die Profis feierten mit rund 30 Fans, die aus dem Wald im Stadion hörbar gesungen hatten.

  • Berlins Torwart Rafal Gikiewicz (2.v.l) fängt den Ball neben Schalkes Benito Raman. Foto: Michael Sohn/AP POOL/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Berlins Torwart Rafal Gikiewicz (2.v.l) fängt den Ball neben Schalkes Benito Raman. Foto: Michael Sohn/AP POOL/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der gewonnene Punkt wurde mit rund 30 vor dem Stadion singenden Fans gefeiert - auf Abstand. Trainer Urs Fischer war nach dem 1:1 (1:1) seines 1. FC Union gegen Schalke 04 zwiegespalten. «Wir haben es gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatte», sagte der Schweizer, schloss jedoch an: «Wir waren zu wenig kaltblütig.» Die nun seit zwölf Spielen sieglosen Gelsenkirchener können nach dem 30. Spieltag in der Fußball-Bundesliga noch froh sein. Gegen die selbst seit nun sieben Spielen sieglosen Eisernen tat sich die Mannschaft von Trainer David Wagner wieder enorm schwer und ist somit weiter das schlechteste Team seit dem Wiederbeginn nach der Corona-Pause.

«Das Einzige, was wir uns eingestehen müssen, ist, dass wir mit den Möglichkeiten, die wir hatten, drei Tore schießen müssen in der ersten Hälfte», erklärte Fischer. Robert Andrich (11. Minute) brachte die Gastgeber in Führung. «Eigentlich aus dem Nichts bekommst du das 1:1. Und auch in der zweiten Hälfte hatten wir noch eine große Möglichkeit», sagte der Union-Coach. Jonjoe Kenny (28.) glich für Schalke aus und sorgte somit immerhin für den ersten Schalker Punktgewinn seit dem Re-Start.

Die Berliner Profis dankten nach dem Schlusspfiff den Fans, die hörbar aus dem Wald ihr Team unterstützt hatten. Die Polizei sah keinen Grund zum Eingreifen, obwohl laut Corona-Konzept Fan-Aufläufe außerhalb der Arenen verhindert werden sollten. «Wir haben uns auf die Bänke gestellt und hatten Sichtkontakt. Das ist natürlich überragend und in der Zeit mal richtig schön», sagte Unions Torschütze Andrich.

Unions Pressechef sah einen korrekten Ablauf: Die Spieler seien den Fans nicht nahegekommen. «Es entsprach den Regeln der Distanzhaltung», bemerkte Christian Arbeit: «Es ist alles korrekt gewesen. Es gab keine Beanstandung von irgendeiner Seite. Die Polizei war anwesend und hat keine Platzverweise ausgesprochen.»

Union konnte durch das Remis den Abstand auf den Relegationsrang wieder auf vier Zähler ausbauen und nähert sich langsam dem großen Ziel Klassenerhalt. Schalke muss mit 38 Zählern nicht mehr bangen. «Das wird ein heißer Tanz. Das ist das, was ich schon die ganze Zeit erzähle. Es wird bis zuletzt spannend bleiben», betonte Fischer.

Beide Mannschaften knieten vor dem Anpfiff als Zeichen gegen Rassismus am Mittelkreis nieder - auch Schiedsrichter Tobias Stieler schloss sich mit seinem Gespann der Aktion an.

Union agierte offensiver als sonst. Anthony Ujah (9.), als zweite Spitze neben Sebastian Andersson aufgeboten, köpfte knapp über das Tor. Wenig später nutzte der Nigerianer einen Fehler von Juan Miranda zur Vorlage auf Andrich, der zu seinem ersten Bundesliga-Tor vollendete. Bitter für den nach Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrten Mittelfeldabräumer: Später sah er seine zehnte Gelbe Karte und fehlt am kommenden Samstag beim 1. FC Köln. «Es ist ein normaler Zweikampf, den der Schiedsrichter mit der Gelben Karte bewertet», monierte sein Trainer.

Erstmals führte Union wieder in einem Spiel nach der Corona-Pause. Und das tat den Eisernen gut. Andersson (13.), Florian Hübner (15.) und Ujah (24.) hatten beste Möglichkeiten zu erhöhen. Eine richtige Torchance hatte Schalke in der ersten Halbzeit nicht und kam dennoch zum Ausgleich - und das noch in Unterzahl. Als Rabbi Matondo angeschlagen behandelt wurde, zeigte Union ungewohnte Passivität in der Deckung. Kenny zog aus der Distanz ab und traf genau ins Eck.

Nach der Pause war den Eisernen der eine Punkt offenbar zu wichtig, um weiter Risiko zu gehen. Schalke konnte das wachsende Übergewicht aber nicht zu zwingenden Aktionen nutzen. Die Konzeptlosigkeit der Gäste hätte Keven Schlotterbeck (87.) fast noch bestraft, aber 04-Torwart Alexander Nübel verhinderte das zweite Berliner Tor.

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