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Verhandlungen mit Hohenzollern - Woidke hofft auf Einigung

15.07.2019 - Die Monarchie besteht in Deutschland schon über 100 Jahre nicht mehr. Doch es gibt noch Streit um viele Kunstobjekte. Das Haus Hohenzollern - mit dem Ururenkel des letzten deutschen Kaisers - verhandelt mit Bund und Ländern. Ist eine Einigung möglich?

  • Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich zuversichtlich gezeigt für die Gespräche zwischen dem Haus Hohenzollern und der öffentlichen Hand über die Rückgabe von Kunstobjekten. «Ich hoffe, dass es da eine gute Einigung geben kann. Da bin ich fest von überzeugt», sagte der SPD-Politiker am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Es liegt natürlich an beiden Seiten. Wir haben eine klare Position, die Hohenzollern haben eine andere Position in Teilen. Aber ich habe sie auch kennengelernt als sehr sympathische und durchaus konstruktive Menschen und deswegen bin ich sicher, dass wir eine vernünftige Einigung finden können.»

Das Haus Hohenzollern - Chef ist der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. - verhandelt mit dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg über die Rückgabe teils sehr wertvoller Kunstobjekte. Bei den Gesprächen geht es nach Angaben aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) um eine dauerhafte Gesamtlösung für Kunst- und Sammlungsgegenstände. Die Positionen liegen demnach allerdings noch weit auseinander. Mit der Ausrufung der Weimarer Republik und der Abdankung des Kaisers war die Monarchie 1918 beendet. Das Vermögen der Hohenzollern wurde beschlagnahmt.

Staatskanzleichef Martin Gorholt (SPD) bezeichnete die Chancen auf Einigung in der «Märkischen Allgemeinen» aus Potsdam (Montag) als «sehr schwierig». «Die Forderungen der Hohenzollern sind natürlich nicht besonders förderlich für den Verhandlungsprozess, weil sie Dinge enthalten, die auf keinen Fall zu gewähren sind - zum Beispiel das Wohnrecht in einem der Schlösser für den Ururenkel des letzten Kaisers», sagte er. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) sagte der Zeitung, die Forderungen der Gegenseite werden «ein «blaublütiger» Traum bleiben».

Der «Tagesspiegel» hatte berichtet, das Haus Hohenzollern fordere unter anderem zahlreiche strittige Gemälde. Es geht laut dem Haus von Grütters um Sammlungsobjekte, die sich vor allem bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und beim Deutschen Historischen Museum befinden. Außerdem fordert das Haus Hohenzollern ein dauerhaftes, unentgeltliches Wohnrecht entweder im Schloss Cecilienhof, auf Schloss Lindstedt oder in der Villa Liegnitz in Potsdam.

Im Juni hatte Georg Friedrich Prinz von Preußen einen Prozess um die Burg Rheinfels - einen einstigen Familienbesitz hoch über St. Goar am Rhein - verloren.

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