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Vernachlässigtes Kind: Staatsanwaltschaft wartet auf Akten

14.01.2020 - Eberswalde (dpa/bb) - Im Fall des in Obhut genommenen fünfjährigen Mädchens aus Eberswalde überprüft die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) die Hintergründe des Falls. «Wir sind in Kontakt mit dem Jugendamt und dem Krankenhaus, in dem das Kind war, können Näheres dazu aber im Moment nicht sagen», berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag. «Wir haben zur Zeit noch keine Akten des Jugendamtes.» Der Bericht des Krankenhauses liege der Behörde ebenfalls noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen unbekannt eingeleitet.

  • Das Ortseingangsschild der Kreisstadt Eberswalde. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/ © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Ortseingangsschild der Kreisstadt Eberswalde. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/ © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch das Brandenburger Jugendministerium möchte nähere Informationen über den Gesundheitszustand des Kindes erhalten. Das Ministerium wolle auch den Bericht der Klinik vom Dezember einsehen, in dem das Mädchen zur Behandlung gewesen sei, sagte Sprecherin Antje Grabley. Das Ressort hatte am Montag vom Jugendamt des zuständigen Landkreises Barnim eine Stellungnahme angefordert, nachdem es einen Bericht über eine angebliche Verwahrlosung gab. Das Ministerium will prüfen, ob der Kreis rechtmäßig gehandelt hat.

Der Landrat des Kreises Barnim, Daniel Kurth (SPD), hatte berichtet, das Mädchen sei im Dezember in die Obhut der Behörden gekommen. Der Kreis sprach von Anzeichen von Unterernährung sowie Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten bei dem Kind. Nach eigener Darstellung hatte das Jugendamt des Kreises seit Mitte 2017 versucht zu helfen, nachdem es eine erste Meldung gab. Die Bemühungen seien zunächst erfolglos gewesen. Nach einer vom Gericht erwirkten Familienhilfe ab November 2019 gab der Kinderschutz eine Gefahrenmeldung ab.

Die «Märkische Oderzeitung» hatte berichtet, das Mädchen habe jahrelang kein Tageslicht gesehen und solle mindestens zwei Jahre auf sich allein gestellt gewesen sein. Der Landrat hatte dies nicht bestätigt und auf den ausstehenden Krankenhausbericht verwiesen.

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