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Verschwundene Schülerin Georgine: Urteil erwartet

17.03.2020 - Die Leiche der Berliner Schülerin wurde nie gefunden. Im September 2006 kam Georgine auf dem Weg von der Schule nicht zu Hause an. Der Mordprozess gegen einen Verdächtigen dauerte mehr als sieben Monate. Nun soll eine Entscheidung fallen.

  • Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen, die sich auf einem Tisch stapeln. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mehr als 13 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der Berliner Schülerin Georgine Krüger wird heute am Landgericht der Hauptstadt das Urteil gegen den mutmaßlichen Mörder erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den 44-Jährigen gefordert. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. Das Wegbleiben der Schülerin war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Der Angeklagte sei des Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung schuldig zu sprechen, hieß es im Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Zudem solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden.

Der Deutsche mit türkischen Wurzeln soll das Mädchen am Nachmittag des 25. September 2006 unter einem Vorwand in seinen Keller in einem Mietshaus im Stadtteil Moabit gelockt, die 14-Jährige bewusstlos geschlagen, vergewaltigt und zur Verdeckung der Sexualstraftat erwürgt haben. Die Leiche wurde nie gefunden.

Der Angeklagte geriet erst 2016 unter Verdacht. Auslöser war ein Verfahren gegen ihn wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen in seinem Keller. Funkzellenauswertungen und Angaben des 44-Jährigen gegenüber einem verdeckten Ermittler führten im Dezember 2018 zur Festnahme.

Der Verdächtige hatte die Vorwürfe bei der Polizei zurückgewiesen und erklärt, verdeckte Ermittler hätten ihn «reingelegt». Einer von ihnen habe von einer «nervenden Freundin» gesprochen und ihn gefragt, ob er die Frau für viel Geld verschwinden lassen könne. Er habe eine «Geschichte erfunden», um an das Geld zu kommen. Im Prozess schwieg der Angeklagte.

Die Verteidiger sprachen von einer «provozierten falschen Selbstbelastung». Die Staatsanwaltschaft ist hingegen überzeugt, der Mann habe dem verdeckten Ermittler klassisches Täterwissen offenbart.

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