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Vietnamesen nach Europa: Razzia gegen Schleuserbande

03.03.2020 - Die Menschen zahlten tausende Dollar an kriminelle Schleuser, um aus Asien nach Europa zu gelangen. Nach monatelangen Ermittlungen schlug die Bundespolizei jetzt zu.

  • Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit einer Großrazzia ist die Polizei gegen eine vietnamesische Schleuserbande vorgegangen. 6 Verdächtige wurden verhaftet, weitere 30 Menschen festgenommen, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Polizisten und Staatsanwälte durchsuchten 32 Wohnungen und Häuser in Berlin und 6 anderen Bundesländern. Schwerpunkt der Razzien war Berlin, wo 22 Räumlichkeiten durchsucht wurden. Im Einsatz waren insgesamt 700 Bundespolizisten.

Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte. Die Bande soll mindestens 155 Vietnamesen nach Deutschland eingeschleust haben. Für die meisten Menschen war Berlin laut Bundespolizei nur Zwischenstation, bevor sie danach ins europäische Ausland wie etwa Frankreich oder Großbritannien weitertransportiert wurden.

Zuvor sollen die Menschen mit Hilfe eines Schleusernetzwerks in voll besetzten Autos über verschiedene Strecken von Osteuropa nach Deutschland gebracht worden sein. Hier wurden sie zunächst für den Übergang in einem sogenannten Safehouse untergebracht.

Für die Schleusung von Vietnam nach Deutschland mussten die Menschen demnach zwischen 5000 und 20 000 US-Dollar für verschiedene Flug- und Fahrstrecken sowie Visa bezahlen. Bis zur Zahlung dieser Summen wurden die eingeschleusten Menschen in diesem Safehouse festgehalten.

Die Bande betrieb in Deutschland, Rumänien und Vietnam
verschiedene Firmen im Reise-, Import/Export- und Personalvermittlergewerbe. Mit dieser Logistik wurde der Transport der Menschen organisiert.

Die Bundespolizei hatte im Dezember 2018 an der deutsch-tschechischen Grenze in Sachsen ein slowakisches Fahrzeug mit vietnamesischen
Insassen kontrolliert. Daraufhin wurde weiter ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Berlin übernahm das Verfahren im Juni 2019.

In der Bundeshauptstadt wurden Wohnungen, Kosmetikstudios und Restaurants in Kreuzberg, Friedrichshain und Lichtenberg durchsucht. In den übrigen Bundesländern habe man «Anlaufstellen» der Schleuserbande durchsucht. Das betraf Bühl (Baden-Württemberg), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), Oschatz (Sachsen), Weiterstadt sowie Wiesbaden
(Hessen) und Zetel (Niedersachsen).

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