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Virusausbruch in Bergmann-Klinik: Kommission beginnt Arbeit

14.05.2020 - Die Aufarbeitung des Corona-Infektionsherdes am größten Potsdamer Krankenhaus geht in eine weitere Phase. Experten nehmen die Vorgänge unter die Lupe.

  • Der Eingansbereich des Ernst von Bergmann Klinikums. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Eingansbereich des Ernst von Bergmann Klinikums. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Expertenkommission geht seit Donnerstag den Ursachen des Coronavirus-Ausbruchs am Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann auf den Grund. Dabei gehe es auch um die Frage, ob es grundlegende Defizite in Hygiene und Organisation der Klinik gebe und ob dies zu einem Fehlverhalten beim Ausbruch geführt habe, teilte die Kommission am Donnerstag nach ihrer Konstituierung mit. Sie wird von Brandenburgs Ex-Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) und dem Direktor des Instituts für Mikrobiologie und Virologie der Medizinischen Hochschule Brandenburg, Frank Hufert, geleitet.

In dem größten Potsdamer Krankenhaus, das normalerweise für die medizinische Versorgung von etwa einer halben Million Menschen zuständig ist, hatten sich im März Covid-19-Infektionen bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Anfang April trat ein Stopp für Neuaufnahmen von Patienten bis auf Notfälle in Kraft. Bisher starben dort insgesamt 44 Covid-19-Patienten. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte die bisherigen Geschäftsführer zunächst beurlaubt und neue eingesetzt. Die Expertenkommission will nach einem halben Jahr einen Bericht vorlegen.

Der Rettungsdienst fährt das Krankenhaus seit vergangenem Freitag wieder bei Notfällen der Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Kinder- und Jugendmedizin an, die im Liegen transportiert werden. Seit Mittwochabend kamen Notfälle der Kardiologie, Angiologie, Neurologie, Neurochirurgie und Gefäßchirurgie in die Notaufnahme hinzu, die liegend dorthin gebracht werden.

Das kommunale Krankenhaus hat bereits Konsequenzen aus dem Virusausbruch gezogen, zum Beispiel werden neue Patienten und die Mitarbeiter regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Bis zum Juli soll die Klinik wieder in den regulären Betrieb gehen. Geplant ist ein Umbau in drei eigenständige Kliniken: eine Covid-Klinik, eine Nicht-Covid-Klinik und eine Klinik für Verdachtsfälle.

Die Landeshauptstadt Potsdam und das Klinikum hatten einen Fragenkatalog der städtischen Fraktionen CDU, FDP und Bürgerbündnis beantwortet. Darin geht es zum Beispiel um die Frage, wann der Stadt ein Infektionsherd bekannt war und wann sie darüber informiert hat.

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