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Von Partyverbot bis Maskenpflicht: Was hilft gegen Corona?

22.09.2020 - Nach dem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen in Berlin haben sich Experten zu möglichen Gegenmaßnahmen geäußert. Der Amtsarzt des Bezirks Reinickendorf, Patrick Larscheid, etwa hält neue Kontaktbeschränkungen für wirkungsvoll: «Wenn der Senat es ernst meint, müsste er jede Form von Party oder Feier untersagen», sagte Larscheid am Dienstag der «B.Z.» (Online). Demnach sollte die Grenze für Zusammenkünfte wieder bei acht bis zwölf Menschen liegen - aus höchstens drei Haushalten.

  • Mundschutzmasken. Foto: Rene Traut/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mundschutzmasken. Foto: Rene Traut/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt unterdessen den Vorschlag einer Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen zur Eindämmung des Coronavirus. «An Plätzen wie dem Stachus in München, der Hasenheide in Berlin oder dem Brüsseler Platz in Köln ist das Infektionsrisiko hoch», sagte er der «Saarbrücker Zeitung» (Dienstag). An solchen öffentlichen Plätzen könnten die Abstände nicht eingehalten werden, und es werde laut gesprochen. «Und wenn man laut spricht und ist infektiös, überträgt man per Tröpfchen das Virus.» Die Hasenheide in Neukölln war mehrfach Schauplatz illegaler Partys mit teils mehreren Tausend Menschen.

Zu der Frage, ob womöglich auch Maßnahmen für einzelne Bezirke verschärft werden könnten, äußerte sich die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), ablehnend: «Wenn wir hier alles dicht machen, gehen die Menschen doch einfach über die Straße in den Nachbarbezirk», sagte sie dem «Tagesspiegel» (Online). Friedrichshain-Kreuzberg führt derzeit die Liste der Bezirke mit den meisten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Der Wert liegt bei 48,6 (Stand: Montag). Viele Fälle sind nach Bezirksangaben auf feiernde junge Menschen zurückzuführen.

Am Dienstagnachmittag wollte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit den Bezirksbürgermeistern der drei besonders betroffenen Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln über die Lage beraten. Am Vormittag war die Pandemie auch bereits Thema im Senat, Beschlüsse gab es nicht.

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