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Waffen im Darknet beschafft? Prozess ausgesetzt

06.08.2020 - Ein Prozess gegen einen 38-jährigen Berliner, der sich zahlreiche Waffen und Waffenteile im sogenannten Darknet beschafft haben soll, ist im ersten Anlauf gescheitert. Das Landgericht setzte die Hauptverhandlung am Donnerstag nach mehreren Anträgen der Verteidigung und noch vor Verlesung der Anklage aus.

  • Eine Figur der Justitia ist an der Fassade des Kriminalgerichts Moabit zu sehen. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Figur der Justitia ist an der Fassade des Kriminalgerichts Moabit zu sehen. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem Angeklagten werden acht mutmaßliche Taten zwischen Januar 2014 und Oktober 2017 vorgeworfen. Laut Ermittlungen habe er die illegal in einem nicht öffentlichen Teil des Internets erworbenen Waffen zum Teil für sich behalten, zum Teil aber auch weiterverkauft. Dem Mann, der im Tatzeitraum als Krankenpfleger in einer Berliner Justizvollzugsanstalt beschäftigt gewesen sei, werden verschiedene Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last gelegt.

Der Verteidiger hatte zunächst einen Antrag auf Unterbrechung der Verhandlung für eine Woche zur Überprüfung der Gerichtsbesetzung gestellt. Zudem beantragte er, die Anklage nicht zu verlesen und das Verfahren per Urteil einzustellen. Die Anklage sei fehlerhaft, begründete der Anwalt. Diesen Antrag hatte das Gericht abgelehnt. Ein neuer Prozesstermin steht noch nicht fest.

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