Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Waldbrandgefahr in Brandenburg nimmt zu: Mehrere Feuer

20.04.2019 - Der Waldboden wird in Brandenburg immer trockener. An mehreren Stellen brechen Brände aus. Die Gefahr von Waldbränden soll nach Ansicht von Experten bis zu diesem Dienstag zunehmen.

  • Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand in Brandenburg. Foto: Christian Pörschmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand in Brandenburg. Foto: Christian Pörschmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Baruth/Mark (dpa/bb) - Das sonnige Osterwetter lässt die Waldbrandgefahr in Brandenburg steigen. In vier Landkreisen in Südbrandenburg - Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße - sowie in der Stadt Cottbus galt am Samstag die höchste Gefahrenstufe fünf. Das ging aus einer Auflistung des Umweltministeriums im Internet hervor. In fast allen übrigen Kreisen und Städten wurde die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen, nur in der Uckermark war es die Stufe drei. Bei Stufe fünf herrscht sehr hohe Gefahr. Ab Stufe vier kann die untere Forstbehörde den Wald sperren, wenn das notwendig ist.

Ein Brand in einem Waldstück im Süden Brandenburgs löste einen größeren Feuerwehreinsatz aus. Ein Hektar Wald habe in der Nähe des Ortsteils Dornswalde der Stadt Baruth/Mark gebrannt, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte von Brandenburg, Raimund Engel. Das Feuer sei unter Kontrolle. Mindestens 16 Fahrzeuge sollen im Einsatz gewesen sein. In dem Gelände unweit der Autobahn 13 an der Grenze der Kreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming besteht der Verdacht, dass dort noch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg liegt.

Nicht weit davon gab es in Birkholz bei Münchehofe im Kreis Dahme-Spreewald einen Brand, berichtete die Leitstelle Lausitz. In Kienbaum bei Grünheide (Kreis Oder-Spree) flammte der Leitstelle Oderland zufolge ein Brand erneut auf. Alle Feuer wurden gelöscht.

In diesem Jahr gab es nach Engels Angaben im Land bisher über 20 Waldbrände. In den vergangenen Tagen hatte es an mehreren Stellen kleinere Feuer in Brandenburgs Wäldern gegeben. Brandenburg ist nach Angaben des Landesforstbetriebs wegen vieler Kiefernwälder, wenig Niederschlag und leichten Sandböden in Deutschland das Land mit der höchsten Waldbrandgefahr.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert den Höhepunkt der Gefahr für Waldbrände in Brandenburg für kommenden Dienstag. Dann soll in fast allen Regionen die höchste Gefahrenstufe gelten - nur in Grünow in der Uckermark erwarten die Wetterforscher die mittlere Gefahrenstufe 3. Sie listen die Gefahr anhand lokaler Stationen auf.

Für Dienstag sagte der DWD weiter trockenes Wetter mit Höchstwerten bis 22 Grad voraus. Für Mittwoch gehen die Experten davon aus, dass die Waldbrandgefahr in fast allen Regionen Brandenburgs noch bei der zweithöchsten Stufe vier liegt.

Wegen der gefährlichen Situation wurden zahlreiche Osterfeuer abgesagt. Die Entscheidung dafür liegt bei den Kommunen. So sollte es zum Beispiel in Potsdam, Neuruppin, Fürstenberg/Havel, Lychen, Lübben, Bad Liebenwerda und Herzberg keine Osterfeuer geben. In Cottbus sollten die bereits genehmigten Veranstaltungen unter Auflagen stattfinden.

Die Waldeigentümer warnen davor, dass immer mehr Waldflächen vertrocknen. Sie hatten am vergangenen Donnerstag Nothilfen vom Bund in Höhe von 500 Millionen Euro gefordert, um gegen Dürreschäden vorzugehen. Der Verband schlägt unter anderem eine Aufforstung mit Bäumen vor, die mit dem veränderten Klima besser klarkommen. Der Sprecher des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde, Jan Engel, sagte, es gebe bereits Versuche mit Eichen aus dem Balkan und aus Georgien. Die «Märkische Allgemeine» aus Potsdam hatte in ihrer Samstagsausgabe über die Forderungen der Waldeigentümer berichtet.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren