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Wanderausstellung über Treuhand: Berichte von Zeitzeugen

06.01.2020 - Frankfurt (Oder) (dpa) - «Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale»: Dieses Motto hat eine Wanderausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die seit Montag in Frankfurt (Oder) zu sehen ist. Im Zentrum der Schau an der Europa-Universität Viadrina stehen Ostdeutsche, die die Folgen der Treuhandpolitik erlebten. 25 von ihnen werden vorgestellt; darunter ein Kumpel aus dem Kaliwerk «Thomas Münzer» in Bischofferode sowie der langjährige Betriebsdirektor der Lübzer Brauerei und eine Pharmazeutin aus dem Pharmawerk Neubrandenburg.

  • Eine Besucherin betrachtet ein Objekt der Ausstellung "Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale". Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Besucherin betrachtet ein Objekt der Ausstellung "Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale". Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Sie decken ein breites Spektrum von Empfindungen und Erlebnissen mit der Treuhand ab», sagte die Leiterin für Politische Kommunikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Alrun Kaune-Nüßlein, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. In der Ausstellung werden zudem auf 19 Tafeln Betriebe vorgestellt, darunter das VEB Kombinat Chemische Werke Buna und das VEB Kombinat Spielwaren Sonneberg. Die Treuhand hatte eine zentrale Rolle bei der Umwandlung der DDR-Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft.

Die Vorstandsvorsitzende der Linke-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Brandenburgerin Dagmar Enkelmann, erklärte, zur politischen Aufarbeitung der Geschichte der Treuhand und der Ergebnisse ihres Wirkens in Ostdeutschland habe es zwei parlamentarische Untersuchungsausschüsse gegeben. Sie seien am ihrer Ansicht nach mangelnden Aufklärungswillen der Union gescheitert, die in der Nachwendezeit hauptverantwortlich für die Treuhandpolitik war. Zum anderen sei die Aktenlage «unzulänglich» gewesen. «Dies beförderte Legendenbildung und Mythen, die heute von Rechtspopulisten für ihre Politik missbraucht werden», meinte Enkelmann.

Die Ausstellung war bereits in Erfurt, Dresden, Crimmitschau, Berlin, Lauchhammer und Schwerin zu sehen. Sie kommt auch nach Heidelberg (13. Januar) und Rostock (27. Januar). Die Nachfrage nach ihr sei sehr groß, sagte Kaune-Nüßlein. In Frankfurt (Oder) ist sie bis zum 24. Januar zu sehen.

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