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Wanderfalken und Seeadler beringt: Zahl der Paare steigt

15.05.2020 - Im Süden Brandenburgs werden derzeit Wanderfalken und Seeadler beringt. «Wir wollen wissen, was die Vögel machen, ihr Alter bestimmen, wann sie sterben, wo sie sich ansiedeln», sagte der Horstschutzbeauftragte Silvio Herold in Sauen (Oder-Spree) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Der Monat Mai sei der richtige Zeitpunkt dafür, weil die jungen Greifvögel genau in dem Alter seien, in dem man sie noch beringen könne. An der jeweiligen Farbe des Ringes sei zu erkennen, wo die Wanderfalken geboren werden. Grün stehe für Bäume, die Farbe gelb für Gebäude. Seeadler bekommen laut Herold einen goldenen Ring - der steht für Deutschland. Zudem werde ein Ablesering angebracht.

  • Drei junge Wanderfalken stehen auf dem Waldboden im Sauener Forst. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Drei junge Wanderfalken stehen auf dem Waldboden im Sauener Forst. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Parameter, etwa Ringhöhe und Durchmesser, gebe die Beringungszentrale Hiddensee in Güstrow vor. Sie ist für die Beringung von Vögeln im ehemaligen Gebiet der DDR zuständig. Die Daten fließen dann in eine riesige Datenbank. Herold und sein Kollege aus Sachsen, Winfried Nachtigall, betreuen die Horste seit mehr als 20 Jahren. Einer der beiden Männer steigt zu den Horsten auf den Baum, der andere führt die Beringung durch.

In der Niederlausitz sind etwa 25 Paare Wanderfalken und 40 Seeadler-Paare registriert. Die Anzahl der Paare steige seit Jahren langsam an, berichtete Horstbetreuer Herold, der sich ehrenamtlich im Arbeitskreis Wanderfalkenschutz e.V Ostdeutschland engagiert. Wanderfalken waren seinen Angaben zufolge im Osten Deutschlands ausgestorben - aufgrund von Umweltgiften. Ab Mitte der 1970-er Jahre habe es keine Paare mehr gegeben. Auch die Zahl der Seeadler-Paare sei zurückgegangen.

Nach Auskunft des Nabu war einer der Gründe für den dramatischen Bestandsrückgang die Aufnahme von chlorierten Kohlenwasserstoffen über die Beutetiere. Diese Pestizide verursachten beim Wanderfalken dünnschalige Eier, was den Bruterfolg unmittelbar reduzierte.

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