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Warnstreiks: Berliner Sparkasse schließt jede zweite Filiale

05.04.2019 - Mehr als 3000 Bankangestellte sind am Freitag nach Gewerkschaftsangaben in den Warnstreik getreten, mehrere Hundert auch in Berlin und Brandenburg. Einige Filialen mussten schließen. Kunden kamen aber weiterhin an Bargeld.

  • Teilnehmerin eines Warnstreiks hat eine Fahne mit der Aufschrift «Verdi» in den Haaren stecken. Foto: Daniel Naupold/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Teilnehmerin eines Warnstreiks hat eine Fahne mit der Aufschrift «Verdi» in den Haaren stecken. Foto: Daniel Naupold/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Wegen Warnstreiks der Bankangestellten ist in Berlin am Freitag jede zweite Sparkassen-Filiale geschlossen geblieben. Die Automaten in den sogenannten SB-Räumen standen in der ganzen Stadt wie gewohnt zur Verfügung, wie ein Sparkassen-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Gewerkschaft Verdi hatte in Berlin und Brandenburg rund 8000 Bankangestellte verschiedener Geldinstitute zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Für die kommende Woche kündigte Verdi am Freitag weitere Warnstreiks an, unter anderem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. In Berlin seien Kundgebungen geplant.

Nach Verdi-Schätzungen nahmen am Freitag an einer Demonstration auf dem Breitscheidplatz in Berlin rund 750 Beschäftigte teil. Insgesamt sei aber davon auszugehen, dass sich mehr Menschen am Warnstreik beteiligt hätten, sagte Sebastian Orthmann von Verdi Berlin. Bundesweit seien am Freitag nach Angaben der Gewerkschaft etwas mehr als 3000 Bankangestellte in den Warnstreik getreten.

Nach Angaben des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes (AVG Banken) waren die Auswirkungen für Kunden insgesamt aber überschaubar. Am Mittwoch hatten Bankmitarbeiter in Hamburg den Auftakt gemacht. «Aus Hamburg haben wir keine Störungen des Geschäftsbetriebs wahrgenommen», sagte Carsten Rogge-Strang, Geschäftsführer Tarifpolitik beim AVG Banken. Auch zu den Warnstreiks an diesem Freitag unter anderem in Berlin, Brandenburg, Hessen und Baden-Württemberg habe er keine Meldungen über gravierende Einschränkungen bekommen. Bei den Bank-Basisfunktionen - also etwa dem Zugang zu Bargeld - hätten Kunden keine Beeinträchtigungen zu spüren bekommen.

Ein Sprecher der Commerzbank Berlin bestätigte das. Es habe nur geringe Auswirkungen für die Kunden gegeben. Allerdings mussten von den rund 60 Filialen 3 kleinere am Freitag geschlossen bleiben. Die Filialen in Brandenburg seien alle geöffnet geblieben. Für Kunden der Investitionsbank des Landes Brandenburg gab es nach Angaben eines Sprechers keine Einschränkungen.

Verdi hatte am Dienstag zu bundesweiten Warnstreiks an verschiedenen Tagen im April in mehreren Städten aufgerufen. Derzeit verhandeln die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der privaten und öffentlichen Banken für etwa 200 000 Beschäftigte einen neuen Tarifvertrag. Verdi will unter anderem sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen. Am 11. April verhandeln die Parteien weiter.

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