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Wartung und Arbeiten: Hallenbetreiber nutzen Vorzieheffekte

17.03.2020 - Die Zeit ohne Sport und Konzerte nutzen die Hallenbetreiber auch zur Wartung ihrer Standorte. Um die Einnahmeausfälle klein zu halten, hoffen sie auf Nachholtermine nach dem Ende der massiven Maßnahmen gegen den Coronavirus.

  • Moritz Hillebrand nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Moritz Hillebrand nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Betreiber der großen Hallen in Berlin hoffen durch Terminverschiebungen die Einnahmeausfälle durch die Coronavirus-Krise so gering wie möglich zu halten. «Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass die Veranstaltungen nachgeholt werden», sagte Moritz Hillebrand, Unternehmenssprecher der Anschutz Entertainment Group, die die Mercedes-Benz Arena betreibt.

Auch die Geschäftsführung der Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH, Sybil Franke und Sebastian Rüß, hofft auf Nachholtermine nach dem allerdings nicht absehbaren Ende der Krise. «Derzeit versuchen wir in Abstimmung mit unseren Kunden, Veranstaltungen nach Möglichkeit zu verschieben. Dies wird voraussichtlich nicht in jedem Einzelfall gelingen. Wie hoch hier die Erfolgsquote ist, auch dies hängt maßgeblich von der Dauer der aktuellen Ausnahmesituation ab», hieß es schriftlich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Velomax, eine hundertprozentige Tochter der Unternehmensgruppe Gegenbauer, betreibt sowohl die Max-Schmeling-Halle als auch das Velodrom. Beide Veranstaltungsstätten gehören dem Land Berlin. Bisher mussten die Veranstalter rund 20 Konzerte und Sportveranstaltungen in beiden Hallen absagen.

In der Mercedes-Benz Arena fallen die Konzerte von Roland Kaiser, Ateez und Böhse Onkelz aus sowie acht Spiele von Alba Berlin. «Viele Termine im März und April werden für die Playoffs der Eisbären freigehalten», sagte Hillebrand. Die Deutsche Eishockey-Liga hatte in der vergangenen Woche die Saison abgebrochen.

In Friedrichshain wird dafür jetzt versucht, Wartungsarbeiten vorzuziehen, die erst in der Sommerpause angestanden hätten. Ansonsten arbeiten die Mitarbeiter im Home Office, soweit das gehe, sagte Hillebrand.

Sorgen um ihre Arbeitsplätze müssen die Mitarbeiter derzeit nicht machen. «Stand heute sind Entlassungen in unserem Unternehmen weder vollzogen worden noch geplant. Wir werden alles daransetzen, unsere langjährigen loyalen und qualifizierten Beschäftigten auf jeden Fall zu halten», erklärte Velomax. Dabei wird Kurzarbeit je nach Länge und des Verlaufs der Pandemie nicht ausgeschlossen. Zudem hängt es davon ab, welche weiteren Maßnahmen durch die Behörden erlassen würden.

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