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Weitere Todesfälle an Potsdamer Kliniken

06.04.2020 - Der Hotspot der Corona-Fälle in Brandenburg ist die Landeshauptstadt Potsdam. Dort ist vor allem ein Klinikum betroffen, aber es ist nicht das einzige Krankenhausin Potsdam mit Todesfällen.

  • Das Klinikum Ernst von Bergmann. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Klinikum Ernst von Bergmann. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Potsdam, dem Hotspot der Coronavirus-Fälle in Brandenburg, sind weitere Menschen in einer Klinik gestorben. Am Sonntagabend sei ein Mann und am Montagmorgen eine Frau mit dem Coronavirus gestorben, berichtete der Sprecher des St. Josefs-Krankenhauses, Benjamin Stengl, am Montag. Damit habe sich die Zahl der Corona-Toten in Potsdam auf 21 erhöht, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Im besonders stark betroffenen Ernst von Bergmann-Klinikum habe es bisher 15 Todesfälle gegeben. Die Stadt hatte in der vergangenen Woche wegen einer Häufung von Corona-Infizierten einen Aufnahmestopp für die Klinik verhängt - nur Notfälle dürfen dort noch hinein.

Potsdam ist mit Abstand die Kommune mit der höchsten Zahl von Todesfällen in Zusammenhang mit dem Virus in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Brandenburg. Die Verstorbenen aus den Kliniken stammten aus Potsdam und der Umgebung, sagte der Stadtsprecher. Das Gesundheitsministerium hatte am Montag elf Tote aus Potsdam gemeldet - diese Statistik bezieht sich allerdings auf den offiziellen Wohnort der Verstorbenen, deshalb sind die Zahlen unterschiedlich.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) wies auf die Einschränkungen am Ernst von Bergmann-Klinikum hin. «Notfälle können nur eingeschränkt angefahren werden», sagte sie am Montag dem Inforadio rbb. «Selbstverständlich müssen die umliegenden Häuser dann einiges davon abfangen, bis die Situation am Ernst von Bergmann wieder bereinigt hat.» Sie erwarte in diesen Tagen einen Bericht des Robert Koch-Instituts, das am Freitag am Klinikum war, um die Situation einzuschätzen. «Ich hoffe sehr, dass schnell Abhilfe geschaffen werden kann», sagte die Ministerin.

In Seniorenheimen nehmen die Corona-Infektionen ebenfalls zu. Im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin in Potsdam habe es bei den gut 40 Bewohnern acht Verdachtsfälle gegeben, berichtete Kliniksprecher Stengl. Sie seien auf eine Isolierstation im St. Josefs-Krankenhaus verlegt worden. Drei der Betroffenen seien positiv getestet worden. Die «Märkische Allgemeine» hatte zuvor darüber berichtet. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark meldete am Wochenende, dass in einem Seniorenheim in Werder/Havel 16 Bewohner positiv getestet worden seien.

Der Brandenburger Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) richtete einen Appell an das Land und die Kreise. «In unseren Einrichtungen ist nach den vergangenen Lieferungen von Schutzausrüstungen an das Land nichts angekommen», sagte Awo-Geschäftsführerin Anne Baaske. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege hätten vor zwei Wochen einen Bedarf von rund einer Million Einheiten an Kitteln, Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln an das Land gemeldet. «Dabei sind wir nicht nur für den Schutz der Patienten, sondern auch für die 24 000 Mitarbeiter in der Pflege verantwortlich», sagte Baaske.

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