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Weniger Entschädigungsanträge bei der Deutschen Bahn

27.02.2020 - Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn (DB) hat im vergangenen Jahr weniger Geld für Entschädigungen an Reisende zahlen müssen. Rund 52,6 Millionen Euro erstattete der bundeseigene Konzern vor allem wegen Verspätungen seinen Kunden, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das seien zwei Millionen Euro weniger als 2018. Obwohl die Fahrgastzahlen deutlich gestiegen seien, hätten weniger Kunden eine Entschädigung beantragt.

  • Ein Hinweis auf verspätete und ausgefallene Züge auf einer Informationstafel der Bahn. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Hinweis auf verspätete und ausgefallene Züge auf einer Informationstafel der Bahn. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Verfahren gilt allerdings als umständlich. Um bei einer Verspätung Geld von der Deutschen Bahn zurückzubekommen, müssen Reisende ein Formular ausfüllen und dieses einreichen. Die Bahn arbeitet daran, den Vorgang auch online möglich zu machen. «Wir sind voll im Zeitplan und werden im ersten Halbjahr 2021 unseren Kunden digitale Erstattungsmöglichkeiten anbieten», teilte Fernverkehrschef Michael Peterson mit. Bislang hatte die Bahn stets vom Jahr 2021 gesprochen, ohne sich auf einen engeren Zeitraum festzulegen.

Ab einer Stunde Verspätung am Zielbahnhof erhalten Kunden ein Viertel des Fahrpreises zurück. Ab zwei Stunden bekommen sie die Hälfte erstattet.

Nachdem der Konzern im vergangenen Jahr sein Pünktlichkeitsziel im Fernverkehr verfehlt hatte - die Bahn hatte eine Pünktlichkeitsquote von 76,5 Prozent angepeilt, aber lediglich 75,9 Prozent erreicht - hat sich der Wert im Januar deutlich verbessert. 84,3 Prozent aller Fernzüge waren im ersten Monat dieses Jahres pünktlich. Als verspätet gilt ein Zug, wenn er mindestens sechs Minuten hinter dem Plan am Ziel ankommt.

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