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Werkstätten der Berliner Theater stellen Schutzmasken her

27.03.2020 - Die Werkstätten der Berliner Theater beteiligen sich an der Herstellung von dringend benötigten Schutzmasken. Das teilte ein Sprecher der Kultursenatsverwaltung am Freitagnachmittag mit. Dazu gehören zum Beispiel das Grips-Theater, die Staatsoper, die Komische Oper, das Maxim Gorki Theater oder das Theater an der Parkaue. In einigen Theatern hätten Mitarbeiter der Werkstätten schon mit der Produktion begonnen, sagte der Sprecher. «Es sollen aber noch weitere dazukommen.»

  • Eine Atemschutzmaske und Einweghandschuhe liegen auf einem Tisch. Foto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Atemschutzmaske und Einweghandschuhe liegen auf einem Tisch. Foto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Idee, während der Corona-Krise Schutzmasken und -kleidung in Berlin zu produzieren, hatten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus vorgestellt. Die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) findet das gut: «Wir sind im Austausch mit den Branchenverbänden und Innungen, um nach Wegen zu suchen, wie Unternehmen und Selbstständige in der Textilwirtschaft bei der Produktion von dringend benötigter Schutzausrüstung unterstützen können», sagte IHK-Präsidentin Beatrice Kramm am Freitag.

«Die gut 450 textilverarbeitende Betriebe in Berlin haben sicher nicht die Möglichkeiten wie große textilverarbeitende Konzerne. Aber jeder Beitrag zählt», so Kramm. Profitieren könnten davon nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern sicher auch die Unternehmen, die damit eine Möglichkeit hätten, ihre Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, sagte Kramm. «Dass die Berliner Wirtschaft ihren Beitrag leistet, zeigt ja auch unser gemeinsamer Aufruf an die Unternehmen, nicht benötigte medizinische Schutzausrüstung zu spenden.»

Laut der Wirtschaftssenatorin prüft der Senat derzeit, wo Schutzausstattung in Berlin hergestellt werden könnte. Auch Behindertenwerkstätten und Berufsschulen kämen dafür in Frage, sagte sie vor den Abgeordneten.

Eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Wirtschaft erklärte am Freitag: «Wir sind in engem Austausch mit Handwerkskammer und Krankenhausgesellschaft.» Es gebe eine Reihe von Ideen, dem Engpass bei Schutzkleidung zu begegnen. Dazu gehöre auch, die Infrastruktur, zum Beispiel die Nähmaschinen, in den Berufsschulen zu nutzen. Die Wirtschaftsverwaltung versuche außerdem, den Kontakt zu geeigneten Unternehmen herzustellen. Federführend sei die Senatsverwaltung für Gesundheit, die auf eine Anfrage zunächst nicht reagierte.

Die Handwerkskammer Berlin bestätigte, dass es Gespräche zu dem Thema gebe. Allerdings seien noch viele Fragen zu klären, sagte ein Sprecher am Freitag. Details, etwa welche und wieviele Handwerksbetriebe sich beteiligen könnten, seien noch offen.

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