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Wieder Vogelgrippe in Deutschland: H5N8 in Brandenburg

20.01.2020 - Vor drei Jahren mussten wegen der Geflügelpest in Deutschland Hunderttausende Tiere getötet werden - nun gibt es wieder einen Nachweis. Der Erreger wurde bei einem Wildvogel in Brandenburg gefunden. Geflügelhalter sind zu Schutzmaßnahmen aufgerufen.

  • Wildgänse fliegen am trüben Himmel. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wildgänse fliegen am trüben Himmel. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa) - Deutschland hat den ersten bestätigten Fall von Vogelgrippe in dieser Saison: Nach Angaben des Brandenburger Verbraucherministeriums wurde der Geflügelpest-Erreger H5N8 bei einem Wildvogel - einer Blessgans - in der Nähe von Forst nahe der polnischen Grenze nachgewiesen. Das bestätigte auch der Landkreis Spree-Neiße. Derzeit werde noch von einem Einzelfall ausgegangen. Das hochansteckende Virus wurde wahrscheinlich durch Zugvögel eingeschleppt. Davon sei auszugehen, da der Erreger bei einem Wildvogel nachgewiesen wurde, sagte Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Derzeit gebe es viele Zugvogelbewegungen. Übergänge von H5N8 auf den Menschen sind bislang nicht bekannt.

Ob sich in den kommenden Wochen eine so verheerende Epidemie wie im Winterhalbjahr 2016/2017 entwickeln könnte, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen, so Reinking. Im vergangenen Jahr hatte es nach Angaben des Bundesinstituts keine Fälle oder Ausbrüche von Vogelgrippe in Deutschland gegeben. 2016/2017 aber hatte H5N8 für Ausbrüche in etlichen Geflügelhaltungen gesorgt, Hunderttausende Tiere wurden getötet, um die weitere Verbreitung einzudämmen. Es war nach FLI-Angaben die bislang schwerste erfasste Vogelgrippe-Epidemie in Europa und auch in Deutschland. Das Virus war mit Zugvögeln aus Asien nach Europa gekommen.

Kleinsthalter von Geflügel sollten sicherstellen, dass die Ein- und Ausgänge zu den Ställen gegen unbefugten Zutritt gesichert sind, hieß es am Montag in einer Mitteilung des Landkreises. Gehäufte Todesfälle im Hausgeflügelbestand müssten umgehend beim Veterinäramt gemeldet werden. FLI-Sprecherin Reinking zufolge können Geflügelhalter, die ihre Tiere im Freien halten, schon mit kleinen Maßnahmen einer Ansteckung vorbeugen: Beispielsweise sollten sie das Futter und Wasser für die Tiere nicht nach draußen stellen, damit keine Wildvögel angelockt werden.

Die Vogelgrippe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Hühner, Puten und Enten befällt. Das Virus H5N8 breitet sich seit Jahresbeginn sehr schnell in Osteuropa aus, unter anderem in Polen. Dort waren nach mehreren Ausbrüchen der Vogelgrippe Zehntausende Puten und Hühner getötet worden.

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