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Windböen fachen Feuer an: Waldbrandgefahr hoch

23.04.2019 - Feuerwehren haben alle Hände voll zu tun. Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist schon im April extrem hoch. Durch die Trockenheit ist das Risiko gestiegen.

  • Staub zieht über eine vertrocknete ehemalige Waldfläche an der Autobahn A9, die bei einem Feuer 2018 abgebrannt war. Foto: Ralf Hirschberger © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Staub zieht über eine vertrocknete ehemalige Waldfläche an der Autobahn A9, die bei einem Feuer 2018 abgebrannt war. Foto: Ralf Hirschberger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Cottbus (dpa/bb) - Staubtrockene Böden und Windböen, die Sand und Staub über Straßen, Felder und abgebrannte Waldflächen vom Vorjahr jagen: Die Waldbrandgefahr in Brandenburg ist bereits im April so hoch wie lange nicht. Starker Wind facht Feuer nach Angaben der Feuerwehr noch an. Im ganzen Bundesland galt am Dienstag die höchste Waldbrandwarnstufe fünf.

Südlich von Neustadt/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) brannte am Dienstagvormittag ein Waldstück auf einer Fläche von bis zu 3000 Quadratmetern. Etwa 30 Einsatzkräfte seien vor Ort, wie eine Feuerwehrsprecherin mitteilte. Der Brand sei unter Kontrolle. Bei Felixsee (Landkreis Spree-Neiße) brannte ein zwei Hektar großes Waldstück. Die etwa 40 Einsatzkräfte hätten den Brand unter Kontrolle gebracht, so ein Sprecher.

Am späten Nachmittag brach auch südlich von Calau (Landkreis Oberspreewald/Lausitz) ein Feuer in einem Waldstück aus. Rund 50 Feuerwehrleute hatten den Brand aber am frühen Abend unter Kontrolle, hieß es von der Feuerleitstelle. An der A19 in der Nähe von Ruppin und in Perleberg in der Prignitz kam es zudem zu Sandverwehungen, die die Sicht behinderten. Unfälle oder Verletzte gab es dadurch jedoch nicht.

Bei Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) waren bereits Montagnacht 4,5 Hektar Fläche in Brand geraten. Bis zum frühen Morgen war das Feuer gelöscht. Von Gründonnerstag bis Dienstagfrüh habe die Feuerwehr damit bereits drei große und rund 40 kleinere Waldbrände in Brandenburg gelöscht, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel. Bei Jüterbog waren am Montagnachmittag vier Hektar in Brand geraten. Zuvor hatten zwei Hektar bei Nassenheide gebrannt. Die Brandursachen würden in allen Fälle noch ermittelt, ergänzte Engel. Viele Kommunen hätten aus Sicherheitsgründen auf Osterfeuer verzichtet.

Brandenburg gilt als das am stärksten durch Waldbrand gefährdete Bundesland in Deutschland. Der Boden ist dort vielerorts besonders sandig und es gibt einen hohen Anteil von Kiefernwäldern.

Kiefernbestände seien gefährdeter, denn Nadelhölzer trockneten mehr aus, sagte Engel. Zudem hätten die ätherischen Öle und Harze der Nadeln eine hohe Brennbarkeit. Auch durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die in Brandenburger Wäldern noch häufig liege, können laut Engel Brände ausgelöst werden. Phosphorpatronen etwa, die noch im Boden lägen, seien nach wie vor leicht entzündbar.

Im vergangenen Jahr hatte es in Brandenburg wegen der langen Trockenheit viele große Brände gegeben. Seit Jahresanfang waren es bereits rund 20. Der Deutsche Feuerwehrverband warnte davor, brennende Gegenstände in die Natur zu werfen, beispielsweise Zigarettenstummel. Zudem sollte das Auto nicht mit laufendem Motor auf Wiesen oder trockenen Feldern stehen. Gegrillt werden sollte nur an dafür ausgewiesenen Plätzen.

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