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Wirtschaft mit Resolution gegen Industriefeindlichkeit

26.02.2020 - Die Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide ist zum Dauerthema geworden. Gegner und Befürworter in der Region melden sich zu Wort. Die Wirtschaft setzt jetzt in einer Erklärung ein Signal.

  • Ein Schriftzug leuchtet auf einem Verkaufsgeschäft und Service Center des Herstellers Tesla. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schriftzug leuchtet auf einem Verkaufsgeschäft und Service Center des Herstellers Tesla. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frankfurt (Oder)(dpa/bb) - Die Wirtschaft in Ostbrandenburg will sich mit Blick auf die Ansiedlung des US-Elektrobauers Tesla gegen Meinungsmache und Industriefeindlichkeit in der Region zur Wehr setzen. «Die IHK Ostbrandenburg stellt sich unsachlicher Meinungsmache, Gerüchten und Industriefeindlichkeit entschieden entgegen», sagte IHK-Präsident Carsten Christ am Mittwoch. Dazu habe eine Vollversammlung der Industrie-und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK) am Vortag einstimmig eine Resolution beschlossen. Der Beschluss «Zukunft machen! - Industriestandort Ostbrandenburg entwickeln» sei die Verpflichtung, industrielle Kerne zu schaffen und zu erhalten. Die IHK Ostbrandenburg vertritt 39 000 Unternehmen.

Der US-Elektroautobauer Tesla will in Grünheide bei Berlin ab dem nächsten Jahr rund 500 000 Elektrofahrzeuge im Jahr herstellen. Es gibt Befürworter und Gegner der Ansiedlung des US-Elektroautobauers. Die «Bürgerinitiative Gegen Gigafactory Grünheide» setzt sich unter anderem für den Erhalt der Landschaft und der Schutzgebiete sowie für genug Trinkwasser ein. Sie lehnt große Industrieansiedlungen wie die Tesla-Fabrik ab.

Nach Ansicht des IHK-Präsidenten muss man sich damit auseinandersetzen, dass mit Tesla ein «großer Player» komme, den es so in der Region noch nicht gebe. Er könne verstehen, dass man sensibel sei im Umgang mit der Natur. «Aber nur weil etwas mal schneller geht als entsprechende Planungshorizonte vorsehen, heißt das nicht, dass etwas nicht vollständig geprüft wird», sagte Christ der Deutschen Presse-Agentur mit Blick etwa auf die vorzeitige Rodungsgenehmigung auf dem Tesla-Gelände.

In ihrem Beschluss fordert die IHK unter anderem auch zügige Planungs- und Genehmigungsverfahren, Investitionen und den Ausbau von notwendigen Infrastrukturen, wirtschafts- und industriefreundliche Rahmenbedingungen für alle Unternehmen und den Ausgleich ökologischer Folgen durch wirtschaftliche Aktivitäten.

Das Interesse von regionalen Unternehmen an einer Zusammenarbeit mit Tesla ist nach Angaben der IHK ungebrochen. Immer noch gingen Kontaktanfragen von Unternehmen ein, die ihre Angebote unterbreiten wollten. «Wir sammeln diese Anfragen der Firmen und schicken sie an die Task Force der Landesregierung», sagte eine Sprecherin. Die Task Force ist eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Landesregierung, von Tesla und den Kommunen.

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