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Woidke wirbt für Eintreten gegen Rassismus

14.06.2020 - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat dazu aufgerufen, im Kampf gegen Nationalismus und Rassismus nicht nachzulassen. Der Rechtsextremismus sei erneut eine der größten Bedrohungen, sagte Woidke laut Redetext anlässlich der Verleihung des Franz-Bobzien-Preises am Sonntag in Oranienburg. Juden hätten wieder Angst. Das Vermächtnis der Opfer nationalsozialistischer Gräueltaten müsse täglich aufs Neue bewahrt werden.

  • Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist und alle zwei Jahre verliehen wird, ging an den Berliner Verein Schlaglicht für ein Projekt zum Alltag jüdischer Kinder im Nationalsozialismus. Den zweiten Platz machte ein Projekt der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, in dem gut integrierte Flüchtlinge als Trainer für Willkommensklassen qualifiziert werden. Der dritte Platz ging an die Sportjugend Berlin in Kooperation mit Hertha BSC für das Projekt «Hertha BSC im Nationalsozialismus».

Die Auszeichnung ist nach dem sozialistischen Politiker Franz Bobzien benannt. Er war Häftling des KZ Sachsenhausen und kam 1941 bei Bombenräumungsarbeiten ums Leben. Mit dem Preis ehren die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen Projekte aus Brandenburg und Berlin, die zu Demokratie und Toleranz beitragen. Die Preisverleihung in der Gedenkstätte Sachsenhausen fand wegen der Corona-Pandemie nur in kleiner Form statt.

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