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Rückgang bei Sicherheitspartnerschaften nahezu gestoppt

24.02.2020 - Sicherheitspartnerschaften entstanden in Brandenburg vor rund 25 Jahren als Reaktion auf die wachsende Kriminalität. Ihre Arbeit hat sich bewährt. Vielerorts sind sie wichtige Helfer für Polizei und Behörden.

  • Ein Aufkleber «Nachbarn passen auf. Polizei Notruf 110» klebt an einer Haustür. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Aufkleber «Nachbarn passen auf. Polizei Notruf 110» klebt an einer Haustür. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Sicherheitspartnerschaften in Brandenburg ist nach einem Rückgang nun wieder nahezu konstant geblieben. Ende vergangenen Jahres hatte es landesweit 69 Sicherheitspartnerschaften in 50 Gemeinden gegeben, wie das Innenministerium in Potsdam auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Eine weitere im Ortsteil Kienitz der Gemeinde Letschin (Märkisch-Oderland) befand sich im Aufbau. Ein Jahr zuvor existierten 71 Initiativen in 46 Orten.

2004 gab es zwischen Elbe und Oder noch 112 Sicherheitspartnerschaften in 86 Gemeinden. Seitdem ist die Zahl Jahr für Jahr zurückgegangen. 2004 waren noch 850 Ehrenamtliche dabei, in den vergangenen zwei Jahren etwa 440.

Seit 2015 habe sich das Innenministerium verstärkt bemüht, mehr Bürger für die Arbeit in einer Sicherheitspartnerschaft zu motivieren, hieß es. Mehrere Regionalkonferenzen in den Polizeidirektionen und eine Tagung an der Fachhochschule der Polizei seien organisiert worden. Zudem erhöhte die Landesregierung die monatliche Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Helfer von 25 auf 30 Euro. Dazu gab es eine Einmalzahlung für die individuelle Ausstattung wie den Kauf einer Taschenlampe und Warnweste.

Nach Einschätzung des Innenministeriums leisten diese Initiativen einen «wichtigen Beitrag im Gesamtgefüge der Kommunalen Kriminalitätsbekämpfung». Die Polizei werde diesen Ansatz weiterhin fortführen und das ehrenamtliche Engagement von Bürgern für Sicherheit und Prävention vor Ort fördern.

Im Koalitionsvertrag haben CDU, SPD und Grüne vereinbart, die Sicherheitspartnerschaften weiter zu entwickeln. Sie seien ein «hoch anerkanntes Beispiel für ehrenamtliches Engagement vor Ort», heißt es darin. Dagegen lehnte die Koalition sogenannte Bürgerwehren ab. Diese sind üblicherweise auf eigene Faust unterwegs. Ihnen wird oft Selbstjustiz vorgeworfen.

Sicherheitspartnerschaften - die Zusammenarbeit von Einwohnern, Polizei und örtlichen Behörden - gibt es im Land seit 1994. Die ehrenamtlich tätigen Bürger unterstützen die Polizei durch Patrouillen in ihrem Wohngebiet, in Parks und an Bahnhöfen. Bei öffentlichen Veranstaltungen unterstützen sie die Kommunen. Hoheitliche Aufgaben und das Tragen von Waffen sind ihnen untersagt. Die Helfer werden von der Polizei fortlaufend geschult. Erkennen sie Gefahren auf ihren Streifen, oder beobachten Straftaten, sollen Polizei oder andere Behörden alarmiert werden.

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