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Zahlreiche Autos am Wochenende in Berlin angezündet

10.01.2021 - Wenn parkende Autos in Winternächten plötzlich brennen, geht es fast immer um Brandstiftung und die Kripo ist im Spiel. Die Täter haben verschiedene Motive.

  • Ein Blaulicht leuchtet an einem Feuerwehrwagen. Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet an einem Feuerwehrwagen. Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zahlreiche Autos sind in den Nächten zu Samstag und Sonntag in verschiedenen Berliner Stadtteilen angezündet worden. Nach ersten Einschätzungen der Polizei waren die Brandstifter aber keine politischen Extremisten. In allen Fällen ermitteln Brandspezialisten des Landeskriminalamts.

In Lankwitz bemerkten Anwohner am Samstagabend in der Straße Am Gemeindepark Flammen an zwei geparkten Autos. Sie löschten den Brand zusammen mit einem Passanten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein Wagen sei im vorderen Bereich stark beschädigt worden, ein anderer an einem der hinteren Reifen. In der nicht weit entfernten Lankwitzer Straße in Lichterfelde entdeckten Feuerwehrleite ebenfalls ein brennendes Auto und löschten die Flammen. Das Fahrzeug sei stark beschädigt worden.

Wenige Stunden später in der Nacht zu Sonntag bemerkte ein Mann in der Rhinower Straße in Prenzlauer Berg einen brennenden Wagen. Auch dieses Feuer löschte die Feuerwehr. Das Auto wurde ebenso wie ein dahinter stehender Wagen und ein Lastenfahrrad stark beschädigt.

Bereits am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag hatten Brandstifter zugeschlagen. Im Stadtteil Gesundbrunnen in Mitte brannten drei Fahrzeuge völlig aus. Zwei weitere Autos wurden beschädigt. In Alt-Hohenschönhausen stand ein weiteres Auto in Flammen. Nach Angaben der Polizei sahen Zeugen zwei Menschen, die vom Tatort wegrannten. Verletzte gab es den Angaben nach nicht.

Nächtliche Brandstiftungen an Autos sind seit vielen Jahren ein Problem. Nur ein kleiner Teil der Taten wird von Links- und manchmal auch von Rechtsextremisten begangen. Beim größeren Teil geht es um Vandalismus, Versicherungsbetrug oder persönliche Racheakte.

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