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Zaun soll Wildschweine auf Oderinsel isolieren

12.10.2020 - Eine kleine Oderinsel ist derzeit Aufenthaltsort für Wildschweine. Sie werden nun gefüttert, damit sie bleiben. Ein Zaun zum Schutz vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest wird gebaut.

  • Feuwehrleute und freiwillige Helfer suchen nach toten Wildschweinen. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuwehrleute und freiwillige Helfer suchen nach toten Wildschweinen. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, wird die Oderinsel bei Küstrin-Kietz im Landkreis Märkisch-Oderland eingezäunt. Die Trassenführung des zweireihigen stromführenden Doppelzaunes werde derzeit besprochen, sagte Thomas Berendt, Sprecher des Landkreises, am Montag auf Anfrage. Ein fester Zaun sei später geplant.

Auf der unbewohnten Insel mit einem Umfang von etwa sechs Kilometern waren am Samstag durch Drohnenaufnahmen 17 verendete und 30 schwer erkrankte Tiere entdeckt worden. Dazu wurde eine gesund wirkende Wildschweinrotte mit etwa acht Tieren gesichtet.

Um die Tiere zunächst dort zu halten, seien Futterstellen eingerichtet worden. Sie werden nun regelmäßig mit Futtermais versorgt, sagte Berendt: «Wir wollen die Anreize reduzieren, dass Tiere die Insel verlassen.» Diese Empfehlung sei von Experten gekommen. Bis zum Festland auf deutscher Seite sei es nur ein Katzensprung; die zehn Meter könnten Wildschweine leicht schwimmend überwinden. Sollte es doch einige versuchen, würden sie nun vor einem Elektrozaun stehen.

Nach Angaben von Berendt ist die unbewohnte Insel ein seit Jahren bekanntes Refugium der Wildschweine, die dort nicht gejagt werden. Das Gebiet ist mit Weltkriegsmunition belastet. Je nach Futterangebot wechseln die Tiere auf die deutsche oder polnische Seite über die Grenze.

Neu installierte Wildkameras zeigen nach Angaben von Berendt seit dem Wochenende das Geschehen auf der Insel. Wenn der Elektrozaun steht, sollen Jäger tote Tiere bergen, Proben entnehmen und den Bestand dezimieren.

Bislang hat das Friedrich-Loeffler-Institut in Brandenburg 65 Schweinepestfälle bestätigt, wie das Bundesagrarministerium am Montag mitteilte. Zuletzt kamen zehn weitere hinzu innerhalb des ersten Kerngebietes: acht Wildschweine wurden im Landkreis Oder-Spree, zwei im Landkreis Spree-Neiße gefunden.

Der erste Ausbruch beim Schwarzwild wurde am 10. September amtlich festgestellt. Nach neuesten Erkenntnissen sind bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendet. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine fast immer tödlich. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von der Afrikanischen Schweinepest.

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