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Zentraler Omnibusbahnhof öffnet Corona-Teststelle

03.08.2020 - Die Corona-Tests für Reisende und Rückkehrer aus Risikogebieten gehen in die zweite Woche. Seit diesem Montag können sie sich auch am Berliner Omnisbusbahnhof auf das Virus testen lassen. Eine Pflicht gab es zum Wochenbeginn weiter nicht.

  • Reisende bringen ihr Gepäck auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in den Reisebus. Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Reisende bringen ihr Gepäck auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in den Reisebus. Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Covid-19-Teststelle am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Berlin hat den Betrieb begonnen. Seit Montag haben Rückreisende aus Risikogebieten dort die Möglichkeit, sich nach ihrer Ankunft auf Covid-19 testen zu lassen, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag mitteilte. Am frühen Vormittag hätten die ersten 20 davon Gebrauch gemacht. Die Teststelle ist den Angaben zufolge durchgängig geöffnet, die Tests sind kostenfrei. Testen lassen können sich ausschließlich Rückreisende, die keine Corona-Symptome zeigen.

Damit gehen die Corona-Tests für Reisende und Rückkehrer aus Risikogebieten in die zweite Woche. Bereits seit Mittwoch können sich die Ankommenden am Berliner Flughafen Tegel testen lassen. Am zweiten Flughafenstandort Schönefeld wurde am Freitag eine Teststelle im Terminal L eingerichtet. Beide Test-Standorte werden von der Charité betrieben. «Wir konnten in der vergangenen Woche über 2300 Reiserückkehrende auf Covid-19 am Flughafen Tegel und Flughafen Schönefeld testen», teilte Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité auf Anfrage mit. «Knapp ein Prozent der getesteten Personen war positiv.»

Am ZOB hat das Technische Hilfswerk die Stelle aufgebaut. Den Betrieb hat dort laut Senatsverwaltung für Gesundheit das Deutsche Rote Kreuz Berlin übernommen. Am ZOB kommen Busse unter anderem aus Serbien, Nordmazedonien oder Bosnien-Herzegowina an - Länder, die als Covid-19-Risikogebiete gelten.

Am Berliner Hauptbahnhof ist ebenfalls eine Teststelle geplant, auch wenn es der Deutschen Bahn zufolge derzeit keine direkte Zugverbindung aus einem Risikogebiet gibt. Es liefen weiterhin Gespräche und Vorbereitungen, hieß es aus der Senatsverwaltung. Die Bahn hatte vergangene Woche mitgeteilt, derzeit geeignete Räumlichkeiten für die Tests zu suchen.

An den Berliner Flughäfen kommen laut Betreibergesellschaft weiterhin täglich im Schnitt 2000 Menschen aus Risikogebieten zurück. Noch sind die Tests freiwillig. Nach geltender Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin müssen Reisende aus solchen Regionen aber in eine 14-tägige häusliche Quarantäne, wenn sie keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Bis zum Erhalt des Testergebnisses müssen sich Reiserückkehrende in Quarantäne begeben. Eine zweite Testung nach fünf bis sieben Tagen wird dringend empfohlen.

Die Bundesregierung will die Tests verpflichtend machen. Eine entsprechende Anordnung wird im Laufe dieser Woche erwartet.

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