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Zweite Unterkunft für Obdachlose kann nicht öffnen

14.04.2020 - Obdachlose sind dem Coronavirus noch schutzloser ausgeliefert als andere. Für sie hat bereits eine Jugendherberge geöffnet. Für ein zweites Haus fehlt es nicht am Geld - aber am Personal.

  • Betten für Obdachlose stehen in einer Traglufthalle. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Betten für Obdachlose stehen in einer Traglufthalle. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Berlin scheitert die Öffnung einer zweiten Unterkunft für Obdachlose in der Corona-Krise bisher am Personal. «Das Geld ist da, Unterkünfte auch, aber nicht genügend Soziarbeiterinnen und Sozialarbeiter», teilte Stefan Strauß, Sprecher der Senatssozialverwaltung, am Dienstag mit. Vorgesehen sei die zweite Unterkunft im 24-Stunden-Betrieb für 150 Menschen an der Storkower Straße im Bezirk Pankow.

Die erste Unterkunft mit 200 Plätzen in der Jugendherberge an der Kluckstraße nahe am Tiergarten sei inzwischen von Obdachlosen sehr gut angenommen, berichtete Strauß. Dort schlafen nun maximal zwei Menschen in einem Zimmer. 15 Sozialarbeitende, Mitarbeiter der Jugendherberge für Küche und Reinigung sowie Wachschutz seien dauerhaft dort. In der Unterkunft lebten keine mit Corona infizierten Menschen und auch keine Quarantäne-Fälle. Bisher sei der Verwaltung kein Corona-Fall in einer der Unterkünfte für obdachlose Menschen bekannt, teilte Strauß weiter mit.

In der Jugendherberge gibt es für Obdachlose neben Bett und Verpflegung nun auch das Angebot einer täglichen Sozialberatung. Dabei wird zum Beispiel geprüft, ob sie dauerhaft Anspruch auf eine Unterbringung in einer Einrichtung für wohnungslose Menschen haben. Zurzeit leben rund 36 000 wohnungslose Menschen in Berlin in solchen Unterkünften.

Trotz Corona-Krise können Berliner Obdachlose auch weiterhin auf eine Wohnung hoffen. Das Modellprojekt «Housing First» läuft weiter. «Vier neue Mietverträge stehen kurz vor dem Abschluss», sagte Wohnraumkoordinator Sebastian Böwe vom Verein «Neue Chance». Seit Oktober 2018 hatte der Verein bereits 23 Wohnungen für Obdachlose gefunden, in denen sie von Sozialdiensten besucht werden. Der Projektpartner Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) habe sein Ziel, für 30 Frauen Wohnungen zu finden, zur Halbzeit bereits ​erfüllt, berichtet Mitarbeiterin Beate Vetter-Gorowiciz.

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