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«30 Jahre Wacken Open Air»: Ausstellung in Itzehoer Museum

18.07.2019 - Kein anderer Ort in Deutschland ist so verbunden mit der Musik und der Kultur des Heavy Metal wie Wacken. Eine Ausstellung zu 30 Jahre Wacken zeigt auch, wie die Dorfbewohner damit umgehen.

  • Autoscheinwerfer werfen Licht auf das Festivallogo des Wacken Open Air. Foto: Axel Heimken/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Autoscheinwerfer werfen Licht auf das Festivallogo des Wacken Open Air. Foto: Axel Heimken/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Itzehoe/Wacken (dpa/lno) - 30 Jahre Wacken Open Air sind dem Itzehoer Kreismuseum Prinzeßhof eine Sonderausstellung wert. Von Sonntag an wird in den Räumen des ehemaliges Adelspalais die Entwicklung des Heavy-Metal-Festivals von den Anfängen bis heute gezeigt. Dazu gehört auch ein Einblick, wie die Dorfbewohner den jährlichen Ausnahmezustand erleben.

Rund 300 Exponate haben Mitarbeiter zusammen getragen, wie Museumsleiterin Miriam Hoffman am Donnerstag sagte. Viele Wacken-Fans hätten für die Ausstellung auch persönliche Erinnerungsstücke zur Verfügung gestellt. Unter anderem eine echte «Kutte» - eine Jeans-Weste mit diversen Aufnähern. Ältestes Exponat ist ein original Bierbecher aus den 1990er Jahren.

Zum ersten W:O:A im Jahr 1990 trafen sich rund 800 Rock-Fans, um die Musik von sechs norddeutschen Bands zu feiern. Zwei Jahre später dann der erste Schritt zu einem Groß-Event: Festival-Gründer Thomas Jensen nahm bei einer örtlichen Bank einen 25 000 Mark-Kredit auf, um die schon damals angesagte Metal-Band SAXON nach Wacken zu locken. Inzwischen hat sich die ländliche Party zu einem internationalen Musik-Spektakel entwickelt. Rund 80 000 Menschen aus dem In- und Ausland machen das «Kuh-Dorf» jedes Jahr in der ersten Augustwoche zum Mittelpunkt der internationalen Heavy-Metal-Szene.

Nach Einschätzung des Kreismuseums prägen die Spuren des Festivals das Leben in der Gemeinde und im Kreis auch außerhalb der Festival-Saison. So sind überall Aufkleber auf Autos, W:O:A-Flaggen in Vorgärten sowie T-Shirts mit dem W.O.A-Emblem zu sehen. Die Sonderausstellung endet am 13. Oktober.

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