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«Schutzengel der Meere»: DGzRS lädt zum Tag der Seenotretter

28.07.2019 - Seit über 150 Jahren retten Deutschlands Seenotretter Leben. Einmal im Jahr demonstrieren sie Besuchern ihre Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft - in Schleswig-Holstein an Nord- und Ostsee.

  • Besucher schauen sich beim Tag der Seenotretter den Seenotrettungskreuzer «Hannes Glogner» an. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Besucher schauen sich beim Tag der Seenotretter den Seenotrettungskreuzer «Hannes Glogner» an. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Büsum/Bremen (dpa/lno) - Die deutschen Seenotretter an Nord- und Ostsee wollen mit Quereinsteigern einem absehbaren Personalmangel vorbeugen. Von 2020 an erhielten dabei auch Nicht-Seeleute eine Chance, sagte Antke Reemts, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen, der Deutschen Presse-Agentur.

In Schleswig-Holstein beteiligten sich am Wochenende mehr als ein Dutzend Seenotrettungsstationen der DGzRS in Schleswig-Holstein mit Veranstaltungen am Tag der Seenotretter. Das Programm in den Stützpunkten von Büsum und Helgoland im Westen bis Fehmarn/Großenbrode an der Ostsee reicht von Hafengottesdienst und Besichtigung der Rettungskreuzer über Rettungsübungen mit Hubschraubern bis zu Spielangeboten für Kinder. Dabei mussten die Vorführungen zum Teil unterbrochen werden, da die Seenotretter zu realen Einsätzen gerufen wurden, wie Reemts sagte.

Laut Reemts kamen insgesamt rund 30 000 Besucher. 2018 kamen rund 25 000 Menschen zu den Veranstaltungen zwischen der Insel Borkum im Westen und der Pommerschen Bucht im Osten.

In ihren leuchtend roten SAR-Overalls sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bei jedem Wetter einsatzbereit. Allein 2018 haben sie bei 2156 Einsätzen 356 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahren auf See befreit, sagt DGzRS-Sprecher Ralf Baur. Für ihren harten Job haben sie unter anderem 20 Seenotrettungskreuzer und 40 Seenotrettungsboote im Einsatz.

In Büsum müssen die Seenotretter nicht nur havarierten Krabben-Kuttern zu Hilfe eilen. Oft rücken sie aus, um Wattwanderer aus den Fluten zu retten. «Das kommt im Hochsommer ziemlich häufig vor», sagte Vormann Jörg Lüdtke: «Viele unterschätzen die Tide, sie wissen nicht, dass das Wasser plötzlich 3,30 Meter höher steht als bei Niedrigwasser.»

Gerade im Bereich der Inseln und Halligen sind Besatzungen der DGzRS immer mal wieder auch Geburtshelfer. Allein im nordfriesischen Wattenmeer übernehmen die Seenotretter acht bis zehn Mal pro Jahr Schwangerentransporte. Sie werden nachts beziehungsweise bei schlechtem Wetter gerufen, wenn keine Hubschrauber zur Verfügung stehen.

Seenotretter gibt es in Deutschland seit mehr als 150 Jahren. Heute hat die DGzRS an den Küsten insgesamt 55 Stationen. Die meisten der rund 1000 deutschen Seenotretter sind Freiwillige. Nur etwa 180 von ihnen auf den größeren, rund um die Uhr besetzten Einheiten sind fest angestellt, sagte Baur. Die DGzRS finanziert sich ohne staatliche Mittel ausschließlich durch Spenden. Der jeweils letzte Juli-Sonntag des Jahres ist traditionell «Tag der Seenotretter». Dann demonstrieren die Besatzungen den Besuchern ihre Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft.

Die deutschen Seenotretter an Nord- und Ostsee wollen mit Quereinsteigern einem absehbaren Personalmangel abhelfen. Von 2020 an erhielten auch Nicht-Seeleute eine Chance. Aus der deutschen Seeschifffahrt kämen nur wenige Kräfte nach. Gefragt seien zunächst einmal verwandte Berufe wie Rettungssanitäter oder Techniker, die mit den modernen Schiffsmotoren umgehen könnten. Eine Voraussetzung sei die Teamfähigkeit der Bewerber.

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