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1600 Demonstranten in Kiel fordern Verkehrswende

26.04.2019 - Das befürchtete Verkehrschaos in der Rush Hour in Kiel blieb aus: 1600 Autogegner demonstrierten friedlich für eine Verkehrswende. Eine Sitzblockade auf der Verkehrsachse Theodor- Heuss-Ring nach der Hauptdemonstration löste die Polizei auf.

  • Demonstranten blockieren bei einer Protestaktion gegen Autoverkehr den Theodor Heuss Ring. Foto: Carsten Rehder © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Demonstranten blockieren bei einer Protestaktion gegen Autoverkehr den Theodor Heuss Ring. Foto: Carsten Rehder © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kiel (dpa/lno) - Rund 1600 Autogegner haben am Freitag in Kiel für eine Verkehrswende demonstriert und dabei den besonders schadstoffbelasteten Theodor-Heuss-Ring in der Rush Hour blockiert. Das befürchtete Verkehrschaos im Feierabendverkehr blieb aus. Viele hätten sich wohl auf die Demonstration eingestellt und die Verkehrsachse gemieden, sagte ein Polizeisprecher. Betroffen von der mehr als dreieinhalbstündigen Sperrung seit etwa 15.30 Uhr war aber nur die Fahrtrichtung Autobahn.

Die Demonstration unter dem Motto «Straßenparty statt Rush Hour» verlief friedlich. «Die Stimmung ist entspannt», sagte ein Polizeisprecher. Rund 150 Protestler blockierten allerdings deutlich länger als die mit der Polizei vereinbarte halbe Stunde die Verkehrsachse in Fahrtrichtung Autobahn. Die «Aktion Autofrei» twitterte «Wir haben Picknick - ihr habt Stau!» und veröffentlichte Fotos von Demonstranten, die Obst und andere Lebensmittel mitgebracht hatten.

Nach etwa zweieinhalb Stunden trugen Polizeibeamte die noch verbliebenen etwa 50 Sitzblockierer von der Fahrbahn. Dies verlief ebenfalls bis auf Gerangel weitgehend friedlich. Die Veranstalter der bereits weitergezogenen Hauptdemonstration hatten die verbliebenen Blockierer zuvor förmlich aus dem Protestzug ausgeschlossen. Diese wiederum meldeten eine Spontan-Demo an.

Die Hauptdemonstration begann gegen 14.30 Uhr. Zunächst rund 500 Demonstranten zogen vom Hauptbahnhof zu einem Abschnitt des Theodor-Heuss-Rings, den die Polizei deshalb in einer Fahrtrichtung sperrte. Die Demonstranten kehrten zur Abschlusskundgebung zum Platz der Matrosen am Hauptbahnhof zurück. Dort kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Schon vor der Demonstration hatte es Kritik gegeben, weil die Stadt den Initiatoren rund um die Aktivisten der TurboKlimaKampfGruppe Kiel (TKKG) erlaubte, auch auf einem Teil des Theodor-Heuss-Rings zu demonstrieren. Die Achse hat umweltpolitisch eine besondere Bedeutung. Die Stickoxidwerte an einem etwa 350 Meter langen Abschnitt der Straße überschreiten im Jahresdurchschnitt die EU-Grenzwerte seit Jahren.

Die Veranstalter der Demonstration kritisierten, dass die Verkehrswende in Kiel und großen Teilen Deutschlands nur schleppend vorangehe. Sie forderten einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Umwandlung zweispuriger Straßen zu Straßen mit einer Spur nur für den Fahrradverkehr, Tempo 30 innerorts und den Rückbau von Straßen zu verkehrsberuhigten Bereichen und Flaniermeilen.

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