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27-Jähriger stirbt in Flüchtlingsheim: Ursache unklar

25.01.2021 - Schnell erfassen Flammen das gesamte Holzhaus: Die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Billstedt sind geschockt. Für einen jungen Mann kommt jede Hilfe zu spät.

  • Ein Mitarbeiter der Feuerwehr löscht einen Brand in einer Unterkunft für Flüchtlinge. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mitarbeiter der Feuerwehr löscht einen Brand in einer Unterkunft für Flüchtlinge. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft ist am Sonntag in Hamburg-Billstedt ein 27 Jahre alter Afghane ums Leben gekommen. Das Feuer sei im Zimmer des Mannes im Erdgeschoss ausgebrochen und habe sich auf das gesamte Holzhaus ausgedehnt, teilte die Polizei am Montag mit. Das zweistöckige Gebäude brannte nach Angaben der Feuerwehr in voller Ausdehnung. Erst nach dem Löschen der Flammen sei der Tote aus den Gebäuderesten geborgen worden, hieß es. Die Brandursache ist noch unklar. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Die Feuerwehr war am Sonntagabend alarmiert worden. Bei der Ankunft der Rettungskräfte hatten sich mehrere Bewohner unter zum Teil dramatischen Umständen bereits ins Freie gerettet. Einer von ihnen berichtete, er habe den Alarm gehört, habe alles stehen gelassen und sei rausgelaufen. «Ich habe gedacht, ich sterbe hier drin. Aber ich habe Glück gehabt und bin rausgekommen», sagte der ältere Mann. «Eine Minute später wäre ich verbrannt.»

Das etwa 10 mal 15 Meter große Haus wurde nach Angaben der Polizei stark beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar. Seine ganze Habe - Kleidung, Schuhe, Ausweis - sei verbrannt, sagte der Bewohner. Ein junger Mann, der zum Zeitpunkt des Brandes seine Mutter in einem Nachbarhaus besuchte, berichtete: «Ich habe nur Schreie und die Feuerwehr gehört.» Daraufhin habe er die Gardine vom Fenster zurückgezogen und die Flammen gesehen. Es habe ein Riesen-Tohuwabohu gegeben. Er sei geschockt, wie schnell das Haus gebrannt habe und mache sich nun Sorgen um seine Mutter, die vorübergehend in der Unterkunft wohne.

«Es ist ein dramatisches Bild gewesen, die Flammen guckten aus allen Fenstern, allen Türen heraus», sagte ein Feuerwehrsprecher. Bei zwei Bewohnern habe zunächst der Verdacht auf eine Rauchvergiftung bestanden. Das habe sich aber nicht bestätigt, so dass außer dem Toten kein weiterer Mensch zu Schaden gekommen sei. Für die Feuerwehr war es ein Großeinsatz - sie war mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten bis kurz nach Mitternacht.

In der Unterkunft mit 385 Plätzen wohnen nach Angaben des städtischen Betreibers Fördern & Wohnen Flüchtlinge und Wohnungslose. In dem abgebrannten Haus waren 18 Menschen unterbracht. Für die 17 unverletzten Bewohner organisierte Fördern & Wohnen Ersatzunterkünfte.

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