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Corona-Infektionen so hoch wie Mitte April

12.08.2020 - Die gemeldeten Corona-Neuinfektionen sind in Schleswig-Holstein so hoch wie seit dem 13. April nicht mehr. Deutschlandweit steigen die Zahlen - das Robert Koch-Institut ist besorgt. Von 8500 Reiserückkehrern liegt mittlerweile im Norden das Testergebnis vor.

  • Eine Laborantin sortiert Proben. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Laborantin sortiert Proben. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Schleswig-Holstein ist der höchste Stand an Corona-Neuinfektionen seit rund vier Monaten registriert worden. Innerhalb eines Tages habe sich die Zahl um 55 Fälle auf 3675 erhöht, teilte die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend mit. Zuletzt hatte es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiel am 13. April mit 98 gemeldeten Infizierten mehr neue Corona-Fälle gegeben.

In Deutschland erreichte die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen mittlerweile den höchsten Wert seit Anfang Mai. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 9. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 in Deutschland gelegen. Die Zahl war danach in der Tendenz gesunken; seit Ende Juli steigt sie wieder.

Der Anteil an Kreisen in Deutschland, die keine Neuinfektionen an das RKI übermittelt haben, ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. «Dieser Trend ist beunruhigend», so das RKI. «Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden.» Besonders betroffen seien derzeit Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wo ein deutlicher Anstieg auffalle.

Wie viele aller Corona-Infizierten in Schleswig-Holstein Reiserückkehrer sind, erfasst das Gesundheitsministerium in Kiel nicht. Es wurden aber zwischen dem 1. und 10. August über 8500 Reiserückkehrende an den Standorten in Kiel, Lübeck, Flensburg, Puttgarden und Neumünster getestet. «Mit 20 positiv getesteten Personen bisher haben wir eine sehr geringe Positiv-Quote von 0,23 Prozent», sagte ein Ministeriumssprecher in Kiel.

Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen ist derzeit etwa jede vierte Corona-Neuinfektion auf Reiserückkehrer aus dem In- und Ausland zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. In Berlin werden nach Angaben von Kultur- und Europasenator Klaus Lederer 50 Prozent der Neuinfektionen aus dem Ausland mitgebracht.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt in Schleswig-Holstein aktuell unverändert bei 158. In Krankenhäusern wurden zuletzt 19 Erkrankte behandelt - drei Patienten mehr als einen Tag zuvor. Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen. Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Unterdessen läuft es an zwei Schulen im Norden, die Corona-Schutzmaßnahmen ergriffen hatten, wieder so gut wie normal. An einer Gemeinschaftsschule in Ratekau (Kreis Ostholstein) konnten wieder alle Schüler unterrichtet werden, wie Schulleiterin Liane Laube am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die drei Gruppen der Jahrgangsstufe 11 und eine Gruppe der Jahrgangsstufe 13 - insgesamt etwa 85 Schüler - seien am Vortag vorsichtshalber noch vor Unterrichtsbeginn von der Schule wieder nach Hause geschickt worden.

Ein Geschwisterkind eines Schülers war positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Ein Lehrer der Schule erfuhr davon Montagabend, wie Laube berichtete. Die 11. Jahrgangsstufe und eine Gruppe des 13. Jahrgangs hätten ihre Räume auf demselben Schulflur. Daher habe man diese Gruppen vorsichtshalber nach Hause geschickt. Das Gesundheitsamt habe noch am Dienstagabend grünes Licht gegeben, den Unterricht auch für diese Gruppen wieder aufzunehmen. Der Schüler, dessen Schwester coronapositiv sei, befinde sich weiter in häuslicher Quarantäne. Bei dem Schüler wurde ein Corona-Test gemacht.

Die wegen der Corona-Infektion einer Lehrerin geschlossene Grundschule in Rantrum bei Husum öffnete am Mittwoch wieder mit dem Unterricht in den Klassen zwei bis vier. Dies teilte ein Sprecher des Kreises Nordfriesland mit. Die erste Klasse startet nächsten Mittwoch. Die Schule war bisher die einzige von 792 Schulen in Schleswig-Holstein, die wegen eines Corona-Falles noch vor dem Schulstart in dieser Woche hatte geschlossen werden müssen.

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