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72-Jähriger wegen Darlehensbetrug vor Gericht

13.05.2019 - Kiel (dpa-lno) - Weil er einen Geldgeber unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um knapp 800 000 Euro betrogen haben soll, muss sich ein 72-jähriger seit Montag vor dem Kieler Landgericht verantworten. Die Anklage wirft dem Ex-Geschäftsführer eines Kieler Streaming-Dienstes für Filme gewerbsmäßiges Handeln in besonders schwerem Fall vor. Demnach erhielt der Mann zwei geschäftliche Darlehen, zunächst in Höhe von rund 225 000 Euro, dann von über 540 000 Euro. Der Angeklagte habe von Beginn an gewusst, dass er das Geld nicht werde zurückzahlen können, sagte der Staatsanwalt. Von dem Geld habe er auch das Geschäftsführer-Gehalt und den Lebensunterhalt bezahlt.

  • Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seinen Geldgeber wiegte der Mann den Angaben zufolge mit einem gefälschten Bankauszug eines Freundes über einen Betrag in Höhe von drei Millionen Euro in Sicherheit. Wahrheitswidrig soll er behauptet haben, der Mann gleiche das Darlehen gegebenenfalls aus.

Zu den 14 Fällen der Anklage gehören auch Insolvenzverschleppung, Insolvenzbetrug sowie Nichtzahlung von Sozialbeiträgen für einen Arbeitnehmer und der Verkauf eines Firmenwagens in Höhe von jeweils mehreren tausend Euro. Der Tatzeitraum erstreckt sich der Anklage zufolge von 2013 bis 2017. Das Gericht will bis Ende Juli verhandeln. Der Geldgeber ist am Freitag geladen.

Der 72-Jährige äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Er werde vorerst schweigen, sagte sein Verteidiger. Offen blieb am ersten Verhandlungstag, ob es zu einer verfahrensverkürzenden Absprache kommt. Dann könnte der Angeklagte bei einem Geständnis mit einer milderen Strafe rechnen. Für Betrug drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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