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74 Millionen Euro Unwetterschäden im Norden im letzten Jahr

29.04.2019 - Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Durch Hagel, Stürme und Starkregen sind im vergangenen Jahr in Hamburg und Schleswig-Holstein Schäden in Höhe von mindestens 74 Millionen Euro entstanden. Das geht aus der regionalen Naturgefahrenbilanz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demzufolge wurden nach Unwettern in Schleswig-Holstein 38 Millionen Euro und in Hamburg 36 Millionen Euro an versicherte Hausbesitzer ausgezahlt. Der Großteil der Millionen floß nach heftigen Stürmen und Hagel. «2018 gehört zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre», sagte GDV-Präsident Wolfgang Weiler laut Mitteilung.

  • Ein Strandkorb wird von einer Böe des Sturmtiefs «Elena» umgeweht. Foto: Frank Molter/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Strandkorb wird von einer Böe des Sturmtiefs «Elena» umgeweht. Foto: Frank Molter/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch Starkregen ist Teil der Schadensbilanz. Das Tief Ursula am Vatertag und das Orkantief Elena im September hatten durch heftige Niederschläge im Norden Überschwemmungen ausgelöst. In Schleswig-Holstein wurden so Schäden an Häusern, Hausrat sowie Gewerbe- und Industriebetrieben in Höhe von acht Millionen Euro und in Hamburg in Höhe von 17 Millionen Euro verursacht.

Da in der Statistik nur die versicherten Schäden erfasst werden, dürfte die reale Unwetter-Bilanz höher ausfallen. Während dem GDV zufolge im Norden zwar alle Wohnhäuser gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, hat nur etwa jedes vierte Haus einen Versicherungsschutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser. Damit lägen Hamburg (24 Prozent) und Schleswig-Holstein (27 Prozent) weit unter dem Bundesdurchschnitt von 43 Prozent.

Die Schadenszahlen sind erstmals nach Bundesländern aufgeschlüsselt ausgewertet worden. Vergleichszahlen zum Vorjahr liegen deshalb nicht vor. Bundesweit haben die Versicherungen 2,6 Milliarden Euro ausgezahlt, das meiste Geld floß nach Nordrhein-Westfalen (910 Millionen Euro). 2017 waren es deutschlandweit 2,0 Milliarden Euro.

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