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Ärzte für Rauchverbot in Autos mit Kindern und Schwangeren

20.09.2019 - Berlin (dpa) - Die Ärzte in Deutschland dringen auf einen besseren Schutz von Nichtrauchern. Ein Rauchverbot in Autos, in denen Minderjährige oder Schwangere sitzen, sei überfällig, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der Deutschen Presse-Agentur. Passivrauchen schade der Gesundheit sehr, das gelte insbesondere für Ungeborene, Kinder und Jugendliche. «Es sollte selbstverständlich sein, in ihrer Gegenwart nicht zu rauchen», sagte Reinhardt. «Wo diese Einsicht fehlt, muss der Staat eingreifen.» Da die Bundesregierung Kinder trotzdem weiter im Qualm sitzen lasse, begrüße die Ärzteschaft einen entsprechenden Vorstoß im Bundesrat.

  • Ein Mann sitzt rauchend am Lenkrad eines Autos. Foto: Peter Steffen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann sitzt rauchend am Lenkrad eines Autos. Foto: Peter Steffen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen am Freitag eine Initiative in der Länderkammer vorstellen. Sie fordern ein Rauchverbot in Autos, wenn Minderjährige und Schwangere dabei sind. Der Vorschlag wird vorerst nur präsentiert und dann in den Ausschüssen weiter beraten. Ziel ist, dass der Bundesrat in einer folgenden Sitzung beschließt, einen Gesetzentwurf in den Bundestag einzubringen, mit dem sich das Parlament dann befassen müsste.

Ärztepräsident Reinhardt sagte: «Von einigen Unbelehrbaren wird Rauchen leider noch immer als Ausdruck von Freiheit und Individualität missverstanden. Tatsächlich aber ist Rauchen eine Sucht, die Menschenleben kostet.»

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