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Airbnb kritisiert geplantes Hamburger Wohnraumschutzgesetz

16.10.2018 - Hamburg (dpa/lno) - Der Wohnungsvermittler Airbnb hat die Verschärfung der Regeln in Hamburg zur Vermietung von Wohnungen als Ferienunterkünfte erneut kritisiert. «Der neue Gesetzentwurf ist unverhältnismäßig und trifft vor allem Hamburger Bürger, die durch Homesharing auch am Tourismus teilhaben können und dabei keinen negativen Einfluss auf den Wohnungsmarkt haben», sagte Airbnb-Deutschlandgeschäftsführer Alexander Schwarz dem «Hamburger Abendblatt».

  • Hamburg: Die Balkone von Mietshäusern sind in der Abendsonne zu sehen. Foto: Marcus Brandt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hamburg: Die Balkone von Mietshäusern sind in der Abendsonne zu sehen. Foto: Marcus Brandt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Hamburger Entwurf des neuen Wohnraumschutzgesetzes sieht vor, dass sich Anbieter künftig mit einer Nummer registrieren lassen müssen. Außerdem soll der Zeitraum, in dem eine Wohnung als Ferienunterkunft über Online-Portale vermietet werden darf, von bisher sechs auf nur noch zwei Monate pro Jahr verkürzt werden. Außerdem sollen die Portale verpflichtet werden, nur noch Angebote mit der verpflichtenden Wohnraumschutznummer zuzulassen. Der Strafrahmen bei Verstößen soll sich von bislang 50 000 auf 500 000 Euro erhöhen. Das Gesetz soll - die Zustimmung der Bürgerschaft vorausgesetzt - Anfang kommenden Jahres in Kraft treten.

Laut Airbnb wurden 2017 rund 9000 Hamburger Unterkünfte auf deren Vermittlungsplattform temporär angeboten, darunter rund 5600 Wohnungen. Dies entspreche rund 0,55 Prozent des gesamten Hamburger Wohnungsbestands. In der Hansestadt gibt es rund 950 000 Wohnungen. Rund 92 Prozent der Hamburger Airbnb-Unterkünfte waren den Angaben zufolge weniger als ein halbes Jahr im Jahr belegt und wurden damit laut Airbnb überwiegend zu eigenen Wohnzwecken genutzt. Im Durchschnitt blieben die Besucher 3,2 Nächte.