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Angeklagter bei Prozess um tödlichen Unfall: Kein Autorennen

21.10.2020 - Gut ein Jahr nach einem tödlichen Unfall in Hamburg-Horn hat vor dem Landgericht ein Prozess gegen zwei Autofahrer im Alter von 20 und 23 Jahren begonnen. Der ältere Angeklagte bestritt am Mittwoch den Vorwurf, er habe an einem verbotenen Fahrzeugrennen teilgenommen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Es sei kein Rennen gewesen, sondern ein Unfall.

  • Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem Essen mit Freunden im Stadtteil Billstedt habe die Gruppe in eine Shisha-Bar fahren wollen. Auf dem Weg dahin sei sein BMW bei einem Tempo von 60 bis 70 Kilometern pro Stunde von einem anderen Auto gerammt worden. Sein Wagen geriet ins Schleudern und prallte seitlich gegen einen Baum. Der Cousin des 23-Jährigen auf dem Beifahrersitz erlitt tödliche Verletzungen. Der jüngere Angeklagte äußerte sich zunächst nicht.

Laut Anklage sollen sich die beiden Rumänen ein Rennen geliefert haben und dabei mit Geschwindigkeiten bis zu 93 und 104 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein. Dabei seien sie zusammengestoßen und hätten die Kontrolle über ihre Wagen verloren. Außer dem Todesopfer seien vier Insassen verletzt worden. Der Audi A6 des 20-Jährigen sei gegen zehn weitere Autos am Straßenrand geschleudert. Dabei entstand laut Anklage ein Sachschaden von 135 000 Euro.

Der 23-Jährige erklärte weiter, er habe seinen 235 PS starken BMW anderthalb Wochen vor dem Unfall für 8000 Euro gekauft. Wegen eines Problems mit der Adresse habe er ein nur einen Monat gültiges Kennzeichen gehabt. Er sei ein ganz normaler Autofahrer, beteuerte der 23-Jährige. Der Vorsitzende der Strafkammer hatte nach Angaben des Gerichtssprechers zuvor erwähnt, dass der Angeklagte 2018 eine Geldbuße von 320 Euro wegen zu schnellen Fahrens zahlen musste. Der Onkel und die Tante des Angeklagten, Eltern des getöteten Cousins, treten in dem Prozess als Nebenkläger auf. Die Anklage lautet auf verbotenes Fahrzeugrennen mit Todesfolge.

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