Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Arbeitslosigkeit nimmt im Norden am Jahresende leicht zu

05.01.2021 - Die Corona-Pandemie wirkt sich weiter kräftig auf den Arbeitsmarkt aus. In Schleswig-Holstein waren im Dezember 17,5 Prozent mehr Menschen ohne festen Job als Ende 2019. Auch im Vergleich zum November gab es einen Anstieg.

  • Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Arbeitslosigkeit ist in Schleswig-Holstein im Dezember leicht angestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag berichtete, waren Ende des Monats 92 800 Menschen ohne festen Job und damit 1,3 Prozent mehr als im November. Im Vorjahresvergleich nahm die Zahl der Arbeitslosen infolge der Corona-Pandemie um 17,5 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 5,9 Prozent nach 5,0 Prozent im Dezember 2019.

«Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein weiterhin deutlich spürbar», sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann. Allerdings habe die Zahl Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zu November geringer zugenommen als in den Vorjahren. Der deutliche Anstieg in den Tourismusregionen Nordfriesland (plus 9,6 Prozent) und Ostholstein (7,2 Prozent) sei zwar jahreszeitlich typisch, liege jedoch unter den jeweiligen Vorjahreswerten von 13,2 und 9,4 Prozent.

Viele Menschen im Norden sind weiter in Kurzarbeit. «Im Dezember zeigten 2900 Betriebe für 32 300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit an. «Damit bewegen wir uns auf einem vergleichbaren Niveau wie im November», sagte Haupt-Koopmann. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März haben im Norden 36 600 Betriebe für 416 300 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt. Schwerpunkte sind der Einzelhandel, die Gastronomie und das Gesundheitswesen. Tatsächlich kurz gearbeitet haben nach den aktuellen Zahlen im September 45 400 Beschäftigte in 6900 Betrieben.

«Die weitere Entwicklung des schleswig-holsteinischen Arbeitsmarktes und der Wirtschaft ist in diesem Jahr nur schwer vorherzusagen», sagte Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP). «Wir werden definitiv noch längere Zeit mit der Corona-Pandemie und den Auswirkungen zu tun haben.» Es gebe aber nicht nur negative Seiten. Viele Unternehmen hätten die Notwendigkeit erkannt, ihr Geschäftsmodell agiler und digitaler aufzustellen und sich damit fit für die Zukunft zu machen.

Die Personalnachfrage bewegt sich laut Arbeitsagentur weiter auf einem niedrigeren Niveau als 2019. Seit Jahresbeginn wurden 52 700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, ein Minus von 18,2 Prozent.

Unter den Kreisen hat Stormarn weiter mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Dithmarschen kommt mit 6,2 Prozent auf den höchsten Wert. Bei den kreisfreien Städten liegt die Quote zwischen 8,2 Prozent in Lübeck und 9,1 Prozent in Neumünster.

Gemeinsam mit Arbeitsminister Buchholz will Haupt-Koopmann am 15. Januar einen Ausblick auf den Arbeitsmarkt im Norden geben.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren