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Meldepflicht für Ferienwohnungen: 2500 in Hamburg

21.03.2019 - Kurzeittouristen mit Rollkoffern gehören in Hamburger Szenestadtteilen zum Straßenbild. Häufig kommen sie über Anbieter wie Airbnb in privaten Wohnungen unter. Das aber belastet den Wohnungsmarkt. Ab dem 1. April soll mit dem Wildwuchs Schluss sein.

  • Ein Schlüssel mit einem Airbnb-Anhäger liegt in der Wohnung eines Airbnb-Gastgebers (Gestellte Aufnahme). Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schlüssel mit einem Airbnb-Anhäger liegt in der Wohnung eines Airbnb-Gastgebers (Gestellte Aufnahme). Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Knapp 2500 Hamburger haben ihre Wohnungen bereits als kurzzeitige Ferienunterkünfte registrieren lassen. Ab dem 1. April benötigt jeder, der seinen Wohnraum über Portale wie Airbnb anbieten will, eine sogenannte Wohnraumschutznummer, wie Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) am Donnerstag betonte. Auch Portale sind verpflichtet, Angebote in Hamburg nur noch mit entsprechender Nummer zu veröffentlichen. Ansonsten drohen Bußgelder bis zu 500 000 Euro. Die Regelung soll helfen, den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.

Die «wirklich beachtliche Zahl» von bisher 2448 Registrierungen sei ein «großer Erfolg», sagte Stapelfeld. Ein Grund dafür sei auch in der einfachen Online-Registrierung zu sehen, die «ein schlankes Verfahren, ein schnelles Verfahren und vor allem ein gebührenfreies Verfahren» biete. Sie gehe davon aus, dass die Zahl in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigen werde. Laut Airbnb vermieten in der Hansestadt rund 9000 Eigentümer und Mieter ihre Wohnungen oder einzelne Zimmer über das Online-Portal. Nach anfänglicher Kritik an der Verschärfung lobte das Unternehmen kürzlich das «digitale und schlanke Registrierungssystem in Hamburg».

«Wir haben eine Wohnungsknappheit», sagte Stapelfeldt. Deshalb müsse die Zweckentfremdung vorhandenen Wohnraums verhindert werden. Es gehe aber auch um die Lebensqualität in Szenestadtteilen wie Schanzenviertel, St. Pauli oder Ottensen, in denen besonders viele Kurzeit-Gäste unterkommen wollen. «Wir haben die Situation, dass es vielfach in den Nachbarschaften, in denen solche Wohnungen vermietet werden, zu Störungen gekommen ist.»

Um dem einen Rahmen zu setzen, sei auch die Zeitspanne, in der eine Wohnung zur Verfügung gestellt werden darf, im Rahmen der Novelle des Wohnraumschutzgesetzes von sechs Monaten auf acht Wochen verkürzt worden. Nur ein Teil der Wohnung, der weniger als die Hälfte der Wohnfläche ausmachen muss, darf ständig angeboten werden. In jedem Fall ist ein Belegungskalender zu führen. Außerdem werden die Daten auch an die Finanzbehörden übermittelt.

Für die Durchsetzung des Wohnraumschutzgesetzes sind in den Bezirksämtern 29 Stellen vorgesehen, acht wurden eigens neu geschaffen. Es sei im wesentlichen Ermittlungsarbeit, sagte Jens Ehrling vom Bezirksamt Altona, das die Federführung übernommen hat. «Genervte Nachbarn waren unsere stärksten Verbündeten in der Vergangenheit.»

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