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Auskunftei: 17 Prozent Hamburger Firmen zahlen unpünktlich

23.01.2021 - Viele Unternehmen stehen aktuell mit dem Rücken zur Wand. Da bleibt manche Rechnung länger liegen. Doch auch vor der Corona-Krise war es um die Zahlungsmoral in Hamburg nicht überall zum Besten bestellt.

  • Ein Stift liegt auf einer unverzüglichen Zahlungsaufforderung. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Stift liegt auf einer unverzüglichen Zahlungsaufforderung. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von Hamburgs Unternehmen haben im Corona-Dezember 2020 nach Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel 17,1 Prozent ihre Rechnungen nicht pünktlich oder gar nicht bezahlt. Der durchschnittliche Zahlungsverzug betrug 37,1 Tage, wie Crifbürgel auf Basis von Daten zum Zahlungsverhalten von bundesweit mehr als 450 000 Unternehmen mitteilte. Vor Beginn der Corona-Pandemie im Januar 2020 sah es mit der Zahlungsmoral jedoch noch schlechter aus. Damals zahlten den Angaben zufolge 19,2 Prozent der Hamburger Unternehmen ihre Rechnungen unpünktlich oder gar nicht, allerdings lag der durchschnittliche Zahlungsverzug mit 29,8 Tagen niedriger.

Bundesweit liegt Hamburg damit auf dem vorletzten Platz. Nur in Berlin ist den Angaben zufolge die Zahlungsmoral noch schlechter. Am verlässlichsten beim Begleichen der Schulden waren die Unternehmen in Thüringen, Sachsen und Bayern. Deutschlandweit blieben im Dezember 2020 laut Crifbürgel 10,5 Prozent der Unternehmen säumig. Der Zahlungsverzug erreichte mit 35,5 Tagen einen Höchstwert, im Januar waren es noch 26,4 Tage. Nach Branchen aufgeteilt fielen vor allem die Baubranche (28,4 Prozent), das Gastgewerbe (18,3 Prozent) und die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (18,1 Prozent) negativ auf.

«Unternehmen, denen es wirtschaftlich noch gut geht, haben eine hohe Zahlungswilligkeit und wollen unter keinen Umständen in Verzug geraten», fasste Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein die Entwicklung zusammen. Bundesweit «rund 10 Prozent der Unternehmen haben so starke finanzielle Probleme, dass die Zahlungsfähigkeit eingeschränkt ist. Wenn diese Unternehmen ihre Rechnungen bezahlen, dann nur mit einem deutlichen Zahlungsverzug.» Die Auskunftei warnt: Verspätet oder nicht bezahlte Rechnungen seien eine der häufigsten Insolvenzursachen. Vor allem kleinen und mittelständischen Betrieben drohten Liquiditätsengpässe, wenn Kunden nicht rechtzeitig zahlten.

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