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Ausschluss der Öffentlichkeit im Mordprozess

06.09.2019 - Um den ehemaligen Lebensgefährten der Frau aus dem Weg zu räumen, soll ein Liebespaar den 41-Jährigen getötet, zerstückelt und einbetoniert haben. Tatzeugen gibt es keine. Nur einen Zeugen «vom Hörensagen».

  • Die Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten. Foto: V. Hartmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten. Foto: V. Hartmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dammfleth/Itzehoe (dpa/lno) - Im Mordprozess um eine zerstückelte und einbetonierte Leiche ist für die Befragung des zentralen Zeugen die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Das geschah unter anderem, weil es Morddrohungen gegen den jungen Mann gegeben haben soll, wie die Vorsitzende Richterin am Freitag im Landgericht Itzehoe sagte. Er hatte den Fall mit seiner Aussage Anfang des Jahres ins Rollen gebracht.

Dabei musste der Mann für seine Zeugenaussage nicht einmal im Gerichtssaal erscheinen. Die Schwurgerichtskammer entschied, dass er über eine Video-Schaltung Rede und Antwort stehen soll. Grund war ein Attest, wonach der Zeuge wegen des Mordes an einer posttraumatischen Belastungsstörung leide. Er sei in regelmäßiger psychiatrischer Behandlung.

Die Verteidiger der beiden Angeklagten konnten das nicht nachvollziehen. Der junge Mann sei weder Opfer noch direkter Zeuge der Tat, argumentierten die Rechtsanwältinnen. Ihm sei lediglich von der Tat erzählt worden - von seiner damaligen Freundin, der älteren Tochter der Angeklagten. Das Mädchen will es ihrerseits durch ihre Mutter erfahren haben. Der Freund und die Tochter waren den Angaben zufolge damals beide minderjährig.

Die Staatsanwaltschaft wirft einem Liebespaar vor, den ehemaligen Lebensgefährten der Frau im Frühjahr 2017 heimtückisch getötet zu haben. Die Leiche des 41-Jährigen sollen sie zerstückelt und auf ihrem Reiterhof in Dammfleth im Kreis Steinburg vergraben haben. Motiv der Bluttat sollen Beziehungsstreitigkeiten gewesen sein. Die 37-jährige Angeklagte und ihr 47 Jahre alter Freund schwiegen bislang zu den Vorwürfen. Der Indizienprozess findet unter strengen Sicherheitsmaßnahmen statt. Die Urteile werden frühestens Ende des Jahres erwartet.

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