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Brief der GEW an Günther wegen Schul- und Kita-Lockerungen

29.05.2020 - In einem Offenen Brief an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erneut massive Kritik wegen der beschlossenen Corona-Lockerungen an Kitas und Schulen geübt. «Wir möchten (...) nicht verhehlen, dass es uns zutiefst irritiert, dass Gesundheit und Interessen der Beschäftigten in Kindertagesstätten und Schulen die Landesregierung scheinbar nur am Rande interessieren», schrieb die GEW Landesvorsitzende Astrid Henke am Freitag an den Regierungschef.

  • Schüler sitzen in einer Grudschule. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schüler sitzen in einer Grudschule. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Obwohl der Bund noch am Montag die Länder vor zu weit gehenden Lockerungen gewarnt habt, haben Sie am Mittwoch eine schnellere Ausweitung der Öffnung des Kitabetriebs und des
Schulunterrichts angekündigt.»

Die Kitas im Land können Anfang Juni von der Notfallbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Die Gruppen sollen von 10 auf 15 Kinder vergrößert werden. Bis zum Beginn der Sommerferien am 29. Juni sollen die Kitas wieder landesweit zu 100 Prozent ausgelastet sein. Dann sind wieder Gruppen bis 20 Kita-Kinder vorgesehen.

In den Grundschulen soll ab 8. Juni wieder im Klassenverband ohne Abstandsregeln unterrichtet werden. «Wir halten diese Maßnahmen für verfrüht und sehen dadurch die Gesundheit des pädagogischen Personals und der Lehrkräfte gefährdet», schrieb Henke.

«Wir möchten Sie deutlich darauf hinweisen, dass die Lehrkräfte und Erzieherinnen unter den gegebenen Bedingungen die Umsetzung der Hygieneanforderungen und des Infektionsschutz nicht gewährleisten können», erklärte Henke. Die Lerngruppen an mehrzügigen Grundschulen könnten nicht auseinandergehalten und das Toben in Pausen über volle Unterrichtstage nicht abgewendet werden.

«Wir fordern die Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für alle Beschäftigten im Bildungsbereich sowie den besonderen Schutz der Risikogruppen», hieß es dem Brief. «Keinesfalls dürfen sie unter Androhung eines Dienstunfähigkeitsverfahrens in den Unterricht gedrängt werden.» Zudem forderte die GEW die Anwendung der Abstandsregeln oder Arbeit in kleineren Gruppen, solange es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt zur Übertragung des neuartigen Coronavirus durch Kinder und Jugendliche.

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